Bolivien fasziniert mit der Weite des Altiplanos, dem Titicacasee und mächtigen Gipfeln. Auf der Isla del Sol und im Condoriri-Gebiet gewöhnen wir uns Schritt für Schritt an die Höhe. Dann warten die grossen Ziele: Huayna Potosi 6080 m, Illimani 6439 m und Sajama 6542 m.
1.–3. Tag Anreise und Akklimatisation in La Paz
4.–5. Tag Titicacasee und Isla del Sol
6.–8. Tag Condoriri-Gebiet mit Besteigung vom Pico Austria und dem Pequeno Alpamayo
9.–10. Tag Besteigung des Huayna Potosi 6080m
11. Tag Ruhetag in La Paz
12.–15. Tag Besteigung des Illimani 6439m
16.–19. Tag Besteigung des Sajama 6542m, des höchsten Berges Boliviens
20.–22. Tag Reservetag in La Paz und Rückreise
Deine Pluspunkte
- Titicacasee und Isla del Sol als eindrückliche Kontraste zur Bergwelt
- Sorgfältige Akklimatisation mit abwechslungsreichen Touren im Condoriri-Gebiet
- Drei 6000er in einer Reise: Huayna Potosi, Illimani und Sajama
- 1 UIAGM-Bergführer pro 2 Teilnehmende während den Besteigungen
- Kleine Gruppe mit 6 bis 10 Gästen
Anforderungen 
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Trittsicherheit erforderlich. Einfaches Gletscher-, Schnee- oder Blockgelände sowie grundlegende Seiltechnik vorausgesetzt. |
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Längere Tagesetappen an mehreren Tagen. Sehr gute Ausdauer, Belastbarkeit und eine gute Erholung zwischen den Etappen sind erforderlich. |
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Abgelegene Regionen mit schwieriger Logistik und eingeschränkten Rettungsmöglichkeiten. Objektive Gefahren und komplexe Entscheidungen prägen die Tour. |
Detailprogramm
Vorgesehener Tourenablauf
1. – 2. Tag | Flug nach La Paz 3640m
Linienflug nach La Paz. Hier, am höchstgelegenen internationalen Flughafen der Welt, werden wir von unserem lokalen Guide empfangen. Bereits während des rund 40-minütigen Transfers zum Hotel lohnt sich ein Stopp bei einem Aussichtspunkt, denn der Blick auf die Millionenstadt ist faszinierend. In einem zentralgelegenen Hotel beziehen wir unsere Unterkunft, welche zu unserem “Basislager“ mutiert, unternehmen wir doch ab hier sternförmig unsere 6000er Besteigungen.
Hotel | Mahlzeiten: F/-/-
3. Tag | La Paz / Valle de las Animas
Nach der langen Anreise steht heute klar das Ankommen und Erholen zuoberst auf dem Programm. Wir unternehmen eine einfache, aber beeindruckende rund dreistündige Wanderung durch das nahegelegene Valle de las Animas. Um das Tal zu erreichen, verlassen wir die Stadt westwärts. Das geologisch interessante Valle de las Animas versetzt uns mit seinen mehr als 100 m hohen, vertikal in den Himmel ragenden Wänden und Türmen ins Staunen. Das Valle sieht aus wie ein Stalagmiten-Feld. Entstanden ist es durch das Abschmelzen der Gletscher am Ende des Tertiärstadiums. Mit der Wanderung beeinflussen wir unsere Akklimatisation positiv und geniessen dabei noch eine spektakuläre Sicht auf die lebendige Stadt. Noch vor dem Abendessen rüsten wir unser Gepäck für die kommenden Tage.
Gehzeit 2,5 Std | Aufstieg 250m | Abstieg 510m | Hotel | Mahlzeiten: F/-/-
4. Tag | La Paz – Copacabana 3830m
Es geht los! Wir verlassen das Talkesselgebiet von La Paz und durchqueren das von 1,8 Millionen Personen bewohnte El Alto. Danach führt uns die Fahrt über das karge, weite Altiplano bis an das malerische Ufer des Titicacasees. Mit einer kleinen Fähre überqueren wir die schmale Strasse von Tiquina, die den „kleinen“ mit dem „grossen“ Titicacasee verbindet. Auf der Halbinsel angekommen, erreichen wir den berühmten Wallfahrtsort Copacabana. Nach einem gemeinsamen Mittagessen machen wir uns auf, den Ort und seine spirituelle Bedeutung näher kennenzulernen. Anschliessend steigen wir zum Cerro Calvario auf, einem beliebten Pilgerweg mit 14 Stationen, die den Leidensweg Jesu symbolisieren. Oben, auf 3966m, werden wir mit einer eindrücklichen Aussicht auf die Stadt und den tiefblauen See belohnt. Als nächstes nehmen wir uns den 3990m hohen Horca del Inca vor. Der Aufstieg auf den “Galgen des Inka“ ist zwar weniger bekannt als jener hinauf auf den Cerro Calvario aber dennoch reizvoller. Der Name Horca del Inca bzw. Galgen des Inka, stammt von den Spaniern, die die zwei markanten Steinsäulen irrtümlicherweise als Galgen interpretierten. Neuste Forschungen haben ergeben, dass es sich dabei um eine Art rudimentäre Sternwarte handelt. Zurück im Pilgerort beziehen wir in einem kleinen, aber feinen Hotel unsere Zimmer für die kommende Nacht.
Hotel | Mahlzeiten: F/M/A
5. Tag | Copacabana – Isla del Sol – Yumani 3925m
Nach dem Frühstück besteigen wir ein Boot und setzen damit nach Chinkana, einer Bootanlegestelle im Norden der Isla del Sol (Sonneninsel) über. Einer Sage zufolge ist es der Geburtsort des ersten Inkakönigs. Über eine aus der Inkazeit stammende Treppe steigen wir die 140m hinauf auf den Insel-Kamm. Hier befinden sich verschiedene archäologische Stätten wie der kleine Piedra Sagrada (Heiliger Stein) oder auch der Templo del Inca. Über den Camino Willka Thaki wandern wir anschliessend in rund 3,5 Stunden zum Inselhauptort Yumani. Dabei kommen wir an Terrassenfeldern und einsamen Gehöfen vorbei und geniessen die überwältigende Aussicht auf den tiefblauen See und die dahinterliegenden, schneebedeckten Berge der Cordillera Real. In Yumani beziehen wir in einer gemütlichen Lodge unsere Zimmer und geniessen bei einem Apéro den wunderschönen Sonnenuntergang.
Gehzeit 3,5 Std | Aufstieg 290m | Abstieg 120m | Lodge | Mahlzeiten: F/L/A
6. Tag | Yumani – Condoriri-Basislager 4660m
Nach einer ruhigen Nacht und einem feinen Frühstück steigen wir über die 205 Stufen der Escalera del Inka hinab zum See. Am Beginn der Treppe befinden sich die zwei lebensgrossen Statuen von Manco Cåpa und Mama Occlo, dem ersten Inka-Königspaar. Hier besteigen wir wiederum ein Schiff, das uns zurück nach Copacabana bringt. Nach einem Kaffee in einem der vielen Restaurants rund um den Hafen verladen wir das gesamte Gepäck und fahren mit dem Kleinbus in die Königskordillere nach La Rinconada. Von hier steigen wir mit leichtem Rucksack in das Condoriri-Basislager auf. Maultiere tragen unser Hauptgepäck. Den Nachmittag verbringen wir mit Lagerleben. Wer möchte, kann auch einen Spaziergang in der näheren Umgebung unternehmen.
Gehzeit 1 Std | Aufstieg 210m | Zelt | Mahlzeiten: F/L/A
7. Tag | Pico Austria 5350m
Heute besteigen wir unseren ersten Gipfel. Der Pico Austria ist technisch einfach aber landschaftlich umso eindrucksvoller. Nach dem Frühstück steigen wir den Südhang hinauf zum Paso Chakoti und weiter hinauf zum Gipfel, welcher uns mit einer fantastischen Rundsicht auf das gesamte Condoriri-Massiv verwöhnt. Nach der Rückkehr ins Basislager nutzen wir die Zeit, um uns für die erste “richtige“ Tour von morgen vorzubereiten.
Gehzeit 5 Std | Aufstieg 710m | Abstieg 710m | Zelt | Mahlzeiten: F/L/A
8. Tag | Pequeno Alpamayo 5430m
Die heute geplante Tour hat ein ganz anderes Gesicht als die gestrige. Um ca. 3 Uhr beginnen wir mit unserem Aufstieg. Anfangs über Wegspuren, später über glatte Platten gelangen wir auf den nahen Gletscher. Über diesen steigen wir einfach auf den Pico Tarija 5320m auf und erleben einen schönen Sonnenaufgang. Nach einer Verschnaufpause steigen wir einige Meter ab und gelangen so zum Bergschrund, der bis zu 60° steilen Firnwand die hinauf zum Gipfel des Pequeno Alpamayos führt. Das von unseren Bergführern gelegte Fixseil schätzen wir sehr. Zurück im Basecamp erfreuen wir uns über den Gipfelerfolg.
Gehzeit 8-10 Std | Aufstieg 820m | Abstieg 820m | Zelt | Mahlzeiten: F/L/A
9.–10. Tag | Huayna Potosi 6080m
Huayna Potosi, der erste Gipfel der “Grossen Drei“. Wir verlassen das Condoriri-Basecamp sehr früh und fahren zum Zongopass. Hier erwarten uns die Träger. Mit ihrer Hilfe gelangen unsere Sachen zur Hütte “Campo Alto“, welche sich wie ein Adlerhorst auf 5270m, befindet wo uns unsere Kochcrew ein weiteres feines Abendessen zubereitet.
Nach einer kurzen Nacht starten wir wiederum sehr früh in Richtung Gipfel. Im Licht der Stirnlampe steigen wir über den Gletscher hoch. Bei der “pala chica“, einer ersten grösseren Schlüsselstelle, wechseln wir auf die Ostflanke des Berges. Während des Weiteraufstiegs können wir einem spektakulären Naturschauspiel beiwohnen. Es ist ein besonderes Spektakel, zuzuschauen, wie die Sonne aus dem Amazonasbecken hochsteigt. Die letzten rund 150 Höhenmeter hinauf zum Gipfel bewältigen wir über den Nordgrat des Berges. Nach etwa sechs Stunden erreichen wir unseren ersten 6000er-Gipfel und geniessen eine enorm faszinierende Rundsicht, die von La Paz bis zum Titicacasee reicht. Zurück beim Campo Alto geniessen wir einen feinen Lunch. Wir packen unsere Sachen und treten gestärkt den Abstieg zurück zum Zongo-Pass an und erfreuen uns zwei Stunden später an der Dusche.
Gehzeit 10-12 Std | Aufstieg 890m | Abstieg 1350m | Zelt | Mahlzeiten: F/M/A und Hotel | Mahlzeiten: F/-/-
11. Tag | La Paz (Ruhetag)
Nach einer erholsamen Nacht und einem feinen Frühstück erkunden wir heute bei einem Stadtrundgang diese verrückte Stadt. Dabei erhaschen wir einen Einblick in die bolivianische Metropole, wo Traditionelles und Modernes zu einer besonderen Synthese verschmelzen. Beim Rundgang legen wir den Schwerpunkt auf die beliebten Viertel rund um die Plaza San Francisco. Wir schlendern durch die populären Strassenmärkte des oberen Teils der Stadt. Es wird bunt, chaotisch, eng, überraschend und exotisch! Es ist ein sehr spannendes und abwechslungsreiches Treiben. Ein weiteres Highlight ist eine Fahrt mit der weltweit längsten Seilbahn, die in La Paz die Funktion einer Strassenbahn hat. Dabei geniessen wir eine spektakuläre Sicht auf die lebendige Stadt.
Hotel | Mahlzeiten: F/-/-
12. Tag | La Paz – Puente Roto 4470m
Nach einem Ruhetag ist ein Zeitfenster von 4 Tagen die ideale Voraussetzung, um den zweithöchsten Berg Boliviens zu besteigen. Der Illimani, das Wahrzeichen von La Paz, ist nur 40 km von der Andenmetropole entfernt und aufgrund seiner Grösse fast ein Gebirge für sich. Nicht weniger als sieben Gipfel des Gebirgsstocks übertreffen die 6000m-Marke und der Grat zwischen dem Südgipfel und dem Nordgipfel ist acht Kilometer lang. Nach dem Frühstück verlassen wir La Paz und fahren in südöstlicher Richtung über sehr holprige Strassen zur kleinen Siedlung Pinaya 3880m, wo wir unseren Arriero treffen. Nachdem die Arrieros all unsere Sachen auf die Mullas verladen haben, wandern wir gemeinsam rund vier Stunden hinauf ins Basislager Puente Roto, wo wir unsere Zelte auf einer schönen Wiese aufstellen.
Gehzeit 4 Std | Aufstieg 590m | Zelt | Mahlzeiten: F/L/A
13. Tag | Puente Roto – Hochlager Nido de Condores 5470m
Nach dem stärkenden Frühstück steigen wir über Grashänge und Schotterhalden hinauf auf einen Sattel auf 4900m. Nun wird der Grat steiler und nach fünf Stunden erreichen wir das wunderschön gelegene Hochlager Nido de Condores. Der nächtliche Blick auf das Lichtermeer von La Paz ist einzigartig!
Gehzeit ca. 5 Std | Aufstieg 1000m | Zelt | Mahlzeiten: F/L/A
14. Tag | Nevado Illimani 6439m
Die Nacht ist kurz, wir starten um etwa zwei Uhr. Die vorherrschenden Eisverhältnisse geben die Route vor, wir gehen am Seil und steilere Passagen werden vom Bergführer mit ein paar Fixseilen entschärft. Nach etwa sieben Stunden stehen wir auf diesem prominenten Gipfel und geniessen ein einzigartiges Panorama auf das Altiplano und La Paz. Zurück im Nido de Condores stärken wir uns bei einem Mittagessen und steigen hinab zum Basislager. Übernachtung im Zelt.
Gehzeit 11 - 12 Std | Aufstieg 970m | Abstieg 1970m | Zelt | Mahlzeiten: F/L/A
15. Tag | Puente Roto – La Paz
Nach einer langen und wohlverdienten Nacht steigen wir nach dem Frühstück hinab nach Pinaya, wo wir die bereits wartenden Autos beladen und nach La Paz zurückkehren. Eine warme Dusche, anschliessend ein feines Abendessen und zum Schluss ein weiches Bett ist die beste Vorbereitung für das anstehende grosse Finale.
Hotel | Mahlzeiten: F/-/-
16. Tag | La Paz – Sajama Basislager 4700m
Heute machen wir uns auf, um Boliviens höchsten Berg zu besteigen. Hierfür brechen wir zu einer landschaftlich sehr schönen Fahrt über die Weiten des Altiplanos zum Dörfchen Sajama auf. Kurz nachdem wir El Alto, die Schwesterstadt von La Paz, welche vollumfänglich auf dem Altiplano liegt, hinter uns gelassen haben, realisieren wir erst die pure Grösse der Hochebene. Im Verlaufe des Nachmittags erreichen wir das idyllische Dörfchen Sajama und wieder beladen die bereits wartenden Arrieros die treuen Mullas. Anschliessend wandert unsere Karawane, immer mit dem 6542m hohen Sajama vor den Augen ins Basislager. Die verbleibende Zeit bis zum Abendessen verbringen wir mit Packen und dem Überprüfen unserer Ausrüstung, steht doch morgen der Aufstieg ins Hochlager an.
Gehzeit 1.5 Std | Aufstieg 500m | Hütte | Mahlzeiten: F/L/A
17. Tag | Sajama Basislager – Sajama Hochlager 5700m
Der Aufstieg ins Hochlager führt über einen recht gut erkennbaren Pfad, später über steile Schutt- und je nach Verhältnissen auch über kleinere Schneefelder, hinauf zu einem markanten Felsen, über dem das Hochlager liegt. Das Lager offenbart einen grandiosen Ausblick auf die gegenüberliegenden Zwillingsvulkane Parinacota und Pomerape.
Gehzeit 5 Std | Aufstieg 1000m | Hütte | Mahlzeiten: F/L/A
18. Tag | Sajama 6542m
Gipfeltag am Sajama! Nach einem zeitigen Start geht es zunächst recht steil über loses Geröll und leichte Felsstufen. Bereits kurz nach dem Start erreichen wir eine steile Eisrinne, die wir, je nach Verhältnissen, mit einigen Fixseilen entschärfen. An deren Ende erreichen wir den Gletscher und steigen über diesen auf den höchsten Punkt Boliviens. Von dem riesigen Gipfelplateau geniessen wir einen überwältigenden Rundumblick auf die umliegenden Gipfel und die Weiten des Altiplanos. Der anschliessende Abstieg führt über dieselbe Route noch bis ins Basislager hinab.
Gehzeit 12-13 Std | Aufstieg 850m | Abstieg 1850m | Hütte | Mahlzeiten: F/L/A
19. Tag | Sajama Basislager – La Paz
Nach einer langen Nacht wandern wir, im Wissen “Boliviens grosse Drei“ bestiegen zu haben, zurück zu den Fahrzeugen. Ein kurzer Transfer bringt uns zu den heissen Quellen von Pujarama. Dieser wunderschöne Ort bietet sich an, um die vergangenen Tage Revue passieren zu lassen. Wie lässt sich so etwas besser gestalten als in einem 38°C-Bad unter freiem Himmel …? Die anschliessende Rückfahrt nach La Paz unterbrechen wir in Curahuara de Carangas, wo wir die Kolonialkirche "Capilla Dieciséis del Altiplano" besichtigen.
Hotel | Mahlzeiten: F/-/-
20. Tag | La Paz (Reservetag)
In einem Land wie Bolivien ist ein Puffertag immer ratsam. Nach drei 6000ern in den zurückliegenden Tagen und dem damit verbundenen frühen Aufstehen, werden es die meisten geniessen, das heutige Frühstück etwas gemächlicher einzunehmen. Anschliessend besteht die Möglichkeit, auf eigene Faust die vielen kleinen und schmucken Läden in der Calle Sagaranaga zu erkunden. Auch ein Besuch im interessanten Museo de Coca, das die Geschichte der Cocablätter von ihren Anfängen als Bestandteil der Medizin und kultischer Riten bis hin zum Herstellungsprozess von Kokain erzählt, ist empfehlenswert. Am Abend treffen wir ein letztes Mal unseren lokalen Guide, um gemeinsam bei einem feinen Abendessen die Reise Revue passieren zu lassen.
Hotel | Mahlzeiten: F/-/A
21. Tag | Rückreise
Mit dem Transfer zum Flughafen in El Alto beginnt die Rückreise nach Europa. Während das Flugzeug an Höhe gewinnt, können wir noch ein letztes Mal einen Blick auf einige unserer bestiegenen Gipfel werfen.
22. Tag | Ankunft in der Heimat
Programmänderungen unter Vorbehalt.
Mahlzeiten:
F: Frühstück
L: Mittagessen | Boxlunch
A: Abendessen
Wichtige Informationen
Flugbuchung
Die Langstreckenflüge sind nicht im Pauschalpreis enthalten. Wir vermitteln gerne ein passendes Flugangebot. So können wir die Reise und die Flughafentransfers optimal koordinieren und bei Terminänderungen unterstützen. Für die Flugbuchung verlangen wir eine Bearbeitungsgebühr von CHF 100.-. Wer die Flüge lieber selbst bucht, muss die Reisedaten vorgängig mit uns abstimmen.
Je nach Wetter und Verlauf der Expedition kann sich die Rückreise verschieben. Eine frühere Rückkehr ist ebenso möglich wie eine Verlängerung der Expedition, sofern die Bedingungen eine Besteigung zu einem späteren Zeitpunkt ermöglichen. Deshalb empfehlen wir ein umbuchbares Flugticket. Allfällige Umbuchungskosten tragen die Teilnehmenden.
Erforderliche Reisedokumente
Ein Reisepass, der mindestens 6 Monate über das Rückreisedatum hinaus gültig ist. Für Bolivien wird kein Visum benötigt.
Impfungen
Ein ausreichender Impfschutz liegt in der Verantwortung der Teilnehmenden. Es empfiehlt sich, den persönlichen Impfschutz frühzeitig zu überprüfen und bei Bedarf ärztlichen oder tropenmedizinischen Rat einzuholen. Weitere Informationen bietet HealthyTravel.
Äussere Einflüsse
Sollten wir auf Grund von äusseren Einflüssen wie z.B. Unwetter, schlechten Weg- oder Strassenbedingungen, Flugverzögerungen, Anordnung der Behörden oder Streiks gezwungen sein, den Reiseverlauf anzupassen, behalten wir uns dieses Recht vor.
Versicherungen
Für einen genügenden Versicherungsschutz sind alle Teilnehmenden selber verantwortlich. Wir empfehlen dringend eine Annullationskosten-, Auslandskranken- und Unfallversicherung. Es gilt darauf zu achten, dass auch allfällige Bergungs- und Rettungskosten eingeschlossen sind. Viele Versicherungen schliessen Reisen und Aktivitäten in grossen Höhen aus oder begrenzen ihre Leistungen. Eine frühzeitige Abklärung, ob die Versicherung für die geplante Reise die volle Deckung übernimmt, ist wichtig.
Ebenso wichtig ist die Übernahme von epidemischen oder pandemischen Krankheiten sowie bei politischen Situationen vor Ort. Auf dieser Seite haben wir ausführliche Informationen rund um das Thema Versicherungen zusammengestellt.
Unterkunft
Der Auswahl der Unterkünfte haben wir besonderes Augenmerk geschenkt. In La Paz übernachten wir in einem guten, zentral gelegenen Hotel. Das Hotel Naira ist ideal gelegen, um die Stadt zu erkunden. Da wir mehrmals in dieses Hotel zurückkehren, bekommt es quasi den Charakter eines „Basislagers“. Auf der Isla del Sol und in Copacabana logieren wir in einem charmanten Hostel hoch über dem See. Die drei Nächte in Sajama verbringen wir in einer Khala Utas, so nennt man die typischen Unterkünfte in der Gegend um den Sajama. Die Zeit im Gelände verbringen wir in guten 2er-Zelten. Zum Essen und zum Zusammensein steht uns ein grosszügiges Gemeinschaftszelt zur Verfügung.
Allgemein
Generell gehört Bolivien zu den besonders extremen Ländern der Welt. Dies macht auf der einen Seite gerade seinen Reiz aus, auf der anderen Seite erfordert es eine gründliche Reisevorbereitung. Besonders gilt das, wenn Bergbesteigungen geplant sind. Daher sind eine angemessene Akklimatisation und eine ausreichende Erholung zwischen den Touren notwendig. Zwischen den einzelnen Besteigungen kehren wir jeweils nach La Paz zurück. Das spiegelt sich zwar im Preis wider (Hotel und Transport), die Mehrkosten sind jedoch absolut gerechtfertigt. Aus Erfahrung wissen wir, dass wir dadurch eine bessere Erholung geniessen und damit höhere Gipfelchancen erzielen können. Auf dieser Reise zeigt sich uns ein sehr vielfältiges Bild von Bolivien und wir kommen immer wieder in Kontakt mit der Bevölkerung.
Lokale Agentur
Wir arbeiten mit dem lokalen Team einer renommierten Agentur zusammen. Während den Besteigungen begleitet uns am Berg immer ein:e UIAGM Bergführer:in pro 2 Teilnehmende. [CV7.1]Somit stehen der Gruppe zwei Bergführer:innen zur Verfügung. Das ermöglicht einen bestmöglichen Service am Berg.
Trägerservice
Träger für das allgemeine Material (Essen, Zelte, Sicherheitsequipment) am Aufstieg zum Refugio Huyuani (Hütte am Huayna Potosi), ins Hochlager Nido de Condores (Illimani) und dem Sajama Hochlager. Tragtiere transportieren das persönliche Material in die jeweiligen Basecamps. Während den Besteigungen tragen wir aber unsere Ausrüstung selbst. Auf Wunsch kann aber ein persönlicher Hochträger engagiert werden.
Klima
Die beste Zeit für Bergbesteigung in Bolivien bietet der Zeitraum von Ende Mai bis Ende Juli. In diesen Monaten, dem sogenannten bolivianischen Winter, sind Niederschläge selten und das Wetter ist stabil. Die Temperaturen liegen allerdings je nach Höhenlage entsprechend tief. Temperaturunterschiede von 40 Grad während eines Tages sind durchaus möglich.
Landkarten und Literatur
Hermann Kiendler: Die Anden - Vom Chimborazo zum Marmolejo - alle 6000er auf einen Blick. Panico Alpinverlag. Das sehr informative Buch „Traumberge Amerikas“ liefert viele, gute Detailinformationen zu unseren Zielen. Es ist bei der Buchhandlung Piz Buch & Berg erhältlich.
Annullationsbedingungen
Es gelten die offiziellen Annullationsbedinungen gemäss AGB's.
Keine Gipfelgarantie
Wir planen all unsere Reisen mit grosser Sorgfalt und bestmöglichen Akklimatisationen um sicher ans Ziel zu kommen. Wir geben jedoch keine Gipfelgarantie - die Sicherheit und Gesundheit aller Teilnehmer steht immer an oberster Stelle.
Durchführung
Der aktuelle Status ist auf der Webseite ersichtlich. Wir informieren dich frühzeitig über die definitive Durchführung. Bitte wende dich für Fragen direkt an unser Büro in Root-Luzern, +41313812333 oder [email protected]
Haftungsauschluss
Mit der Buchung akzeptieren die Teilnehmenden das dem Bergsport innewohnende Restrisiko, das auch bei sorgfältiger Führungsarbeit bestehen bleibt. Voraussetzung für die Teilnahme sind die erforderliche körperliche und psychische Verfassung sowie eine den Anforderungen entsprechende Ausrüstung. Den Weisungen der Reiseleitung ist Folge zu leisten. Die Teilnehmenden tragen im Rahmen ihrer Kenntnisse und Fähigkeiten Eigenverantwortung.
KP swiss expeditions haftet im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen. Eine Haftung für Schäden aufgrund höherer Gewalt, unvorhersehbarer Naturereignisse, Eigenverschuldens, des Fehlverhaltens Dritter oder der Missachtung von Weisungen ist ausgeschlossen.
Anzahl Tage
22 Tage
Preis
CHF 4’690.-
Anforderungen
Bist du für diese Tour gerüstet? Überprüfe die Anforderungen hier.Region
Bolivien | Anden | Cordillera Real
Treffpunkt
Teilnehmer
- 1 staatlich geprüfte:r KP swiss expeditions Bergführer:in pro Gruppe
- Lokale:r UIAGM Bergführer:in pro 2 Teilnehmende auf allen Besteigungen
- 6-10 Gäste
Leistungen inbegriffen
- Organisation der gesamten Expedition
- Staatlich geprüfte:r Bergführer:in als Expeditionsleader
- Lokale:r UIAGM Bergführer:in pro 2 Teilnehmende auf allen Besteigungen
- Lokaler Touristenführer bei der Stadtbesichtigung (Tag 11)
- Informationstreffen
- Sämtliche Transfers (gemäss Programm) in guten Minibussen und wo nötig in 4x4 Fahrzeugen
- Fahrten in der Seilbahn in La Paz
- Nationalparkgebühren und Gipfelpermits
- Eintritte (Isla del Sol, Curahuara de Carangas Kirche)
- 12 Nächte in Hotels, Hostels und Hütten, wenn möglich im Doppelzimmer (siehe Reiseprogramm)
- 7 Nächte in 2er Zelten, (siehe Reiseprogramm)
- Frühstück in La Paz
- Vollpension an allen anderen Tagen ausserhalb La Paz
- Farewell-Dinner (Tag 20)
- Träger für das allgemeine Material am Aufstieg zum Refugio Huyuani (Hütte am Huayna Potosi), ins Hochlager Nido de Condores (Illimani) und dem Sajama Hochlager
- Tragtiere für den Zustieg zu den jeweiligen Basecamps
- Gute Hochgebirgszelte (2er Zelte) und Gemeinschaftszelt
- Gruppenmaterial (Sicherungsseile...)
- Satellitentelefon, exklusiv Gesprächsgebühren
- Kochmannschaft bei den Zelt- und Hüttenübernachtungen
- Wetterbericht aus der Schweiz
- Umfangreiche Apotheke mit Pulsoxymeter
Leistungen nicht inbegriffen
- Flüge nach/ab La Paz (Gerne übernehmen wir die Flugbuchung für dich. In diesem Falle verrechnen wir dir eine Buchungspauschale von CHF 100.-)
- Versicherungen
- 6 Abendessen in La Paz (ca. USD 20 - 25 pro Essen)
- Individuelle Getränke
- Persönliche Medikamente
- Nicht ausgewiesene Eintritte
- Individuelle Trinkgelder
- Falls bei einer Doppelzimmerbuchung kein:e Zimmerpartner:in gefunden wird, übernehmen KP swiss expeditions die Hälfte des anfallenden Einzelzimmerzuschlags (siehe Zusatzkosten)
- Mehrkosten, die bei Änderungen des vorgesehenen Reiseablaufes entstehen
Preis
CHF 4’690.-
Anforderungen 
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Trittsicherheit erforderlich. Einfaches Gletscher-, Schnee- oder Blockgelände sowie grundlegende Seiltechnik vorausgesetzt. |
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Längere Tagesetappen an mehreren Tagen. Sehr gute Ausdauer, Belastbarkeit und eine gute Erholung zwischen den Etappen sind erforderlich. |
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Abgelegene Regionen mit schwieriger Logistik und eingeschränkten Rettungsmöglichkeiten. Objektive Gefahren und komplexe Entscheidungen prägen die Tour. |
Detailprogramm
Vorgesehener Tourenablauf
1. – 2. Tag | Flug nach La Paz 3640m
Linienflug nach La Paz. Hier, am höchstgelegenen internationalen Flughafen der Welt, werden wir von unserem lokalen Guide empfangen. Bereits während des rund 40-minütigen Transfers zum Hotel lohnt sich ein Stopp bei einem Aussichtspunkt, denn der Blick auf die Millionenstadt ist faszinierend. In einem zentralgelegenen Hotel beziehen wir unsere Unterkunft, welche zu unserem “Basislager“ mutiert, unternehmen wir doch ab hier sternförmig unsere 6000er Besteigungen.
Hotel | Mahlzeiten: F/-/-
3. Tag | La Paz / Valle de las Animas
Nach der langen Anreise steht heute klar das Ankommen und Erholen zuoberst auf dem Programm. Wir unternehmen eine einfache, aber beeindruckende rund dreistündige Wanderung durch das nahegelegene Valle de las Animas. Um das Tal zu erreichen, verlassen wir die Stadt westwärts. Das geologisch interessante Valle de las Animas versetzt uns mit seinen mehr als 100 m hohen, vertikal in den Himmel ragenden Wänden und Türmen ins Staunen. Das Valle sieht aus wie ein Stalagmiten-Feld. Entstanden ist es durch das Abschmelzen der Gletscher am Ende des Tertiärstadiums. Mit der Wanderung beeinflussen wir unsere Akklimatisation positiv und geniessen dabei noch eine spektakuläre Sicht auf die lebendige Stadt. Noch vor dem Abendessen rüsten wir unser Gepäck für die kommenden Tage.
Gehzeit 2,5 Std | Aufstieg 250m | Abstieg 510m | Hotel | Mahlzeiten: F/-/-
4. Tag | La Paz – Copacabana 3830m
Es geht los! Wir verlassen das Talkesselgebiet von La Paz und durchqueren das von 1,8 Millionen Personen bewohnte El Alto. Danach führt uns die Fahrt über das karge, weite Altiplano bis an das malerische Ufer des Titicacasees. Mit einer kleinen Fähre überqueren wir die schmale Strasse von Tiquina, die den „kleinen“ mit dem „grossen“ Titicacasee verbindet. Auf der Halbinsel angekommen, erreichen wir den berühmten Wallfahrtsort Copacabana. Nach einem gemeinsamen Mittagessen machen wir uns auf, den Ort und seine spirituelle Bedeutung näher kennenzulernen. Anschliessend steigen wir zum Cerro Calvario auf, einem beliebten Pilgerweg mit 14 Stationen, die den Leidensweg Jesu symbolisieren. Oben, auf 3966m, werden wir mit einer eindrücklichen Aussicht auf die Stadt und den tiefblauen See belohnt. Als nächstes nehmen wir uns den 3990m hohen Horca del Inca vor. Der Aufstieg auf den “Galgen des Inka“ ist zwar weniger bekannt als jener hinauf auf den Cerro Calvario aber dennoch reizvoller. Der Name Horca del Inca bzw. Galgen des Inka, stammt von den Spaniern, die die zwei markanten Steinsäulen irrtümlicherweise als Galgen interpretierten. Neuste Forschungen haben ergeben, dass es sich dabei um eine Art rudimentäre Sternwarte handelt. Zurück im Pilgerort beziehen wir in einem kleinen, aber feinen Hotel unsere Zimmer für die kommende Nacht.
Hotel | Mahlzeiten: F/M/A
5. Tag | Copacabana – Isla del Sol – Yumani 3925m
Nach dem Frühstück besteigen wir ein Boot und setzen damit nach Chinkana, einer Bootanlegestelle im Norden der Isla del Sol (Sonneninsel) über. Einer Sage zufolge ist es der Geburtsort des ersten Inkakönigs. Über eine aus der Inkazeit stammende Treppe steigen wir die 140m hinauf auf den Insel-Kamm. Hier befinden sich verschiedene archäologische Stätten wie der kleine Piedra Sagrada (Heiliger Stein) oder auch der Templo del Inca. Über den Camino Willka Thaki wandern wir anschliessend in rund 3,5 Stunden zum Inselhauptort Yumani. Dabei kommen wir an Terrassenfeldern und einsamen Gehöfen vorbei und geniessen die überwältigende Aussicht auf den tiefblauen See und die dahinterliegenden, schneebedeckten Berge der Cordillera Real. In Yumani beziehen wir in einer gemütlichen Lodge unsere Zimmer und geniessen bei einem Apéro den wunderschönen Sonnenuntergang.
Gehzeit 3,5 Std | Aufstieg 290m | Abstieg 120m | Lodge | Mahlzeiten: F/L/A
6. Tag | Yumani – Condoriri-Basislager 4660m
Nach einer ruhigen Nacht und einem feinen Frühstück steigen wir über die 205 Stufen der Escalera del Inka hinab zum See. Am Beginn der Treppe befinden sich die zwei lebensgrossen Statuen von Manco Cåpa und Mama Occlo, dem ersten Inka-Königspaar. Hier besteigen wir wiederum ein Schiff, das uns zurück nach Copacabana bringt. Nach einem Kaffee in einem der vielen Restaurants rund um den Hafen verladen wir das gesamte Gepäck und fahren mit dem Kleinbus in die Königskordillere nach La Rinconada. Von hier steigen wir mit leichtem Rucksack in das Condoriri-Basislager auf. Maultiere tragen unser Hauptgepäck. Den Nachmittag verbringen wir mit Lagerleben. Wer möchte, kann auch einen Spaziergang in der näheren Umgebung unternehmen.
Gehzeit 1 Std | Aufstieg 210m | Zelt | Mahlzeiten: F/L/A
7. Tag | Pico Austria 5350m
Heute besteigen wir unseren ersten Gipfel. Der Pico Austria ist technisch einfach aber landschaftlich umso eindrucksvoller. Nach dem Frühstück steigen wir den Südhang hinauf zum Paso Chakoti und weiter hinauf zum Gipfel, welcher uns mit einer fantastischen Rundsicht auf das gesamte Condoriri-Massiv verwöhnt. Nach der Rückkehr ins Basislager nutzen wir die Zeit, um uns für die erste “richtige“ Tour von morgen vorzubereiten.
Gehzeit 5 Std | Aufstieg 710m | Abstieg 710m | Zelt | Mahlzeiten: F/L/A
8. Tag | Pequeno Alpamayo 5430m
Die heute geplante Tour hat ein ganz anderes Gesicht als die gestrige. Um ca. 3 Uhr beginnen wir mit unserem Aufstieg. Anfangs über Wegspuren, später über glatte Platten gelangen wir auf den nahen Gletscher. Über diesen steigen wir einfach auf den Pico Tarija 5320m auf und erleben einen schönen Sonnenaufgang. Nach einer Verschnaufpause steigen wir einige Meter ab und gelangen so zum Bergschrund, der bis zu 60° steilen Firnwand die hinauf zum Gipfel des Pequeno Alpamayos führt. Das von unseren Bergführern gelegte Fixseil schätzen wir sehr. Zurück im Basecamp erfreuen wir uns über den Gipfelerfolg.
Gehzeit 8-10 Std | Aufstieg 820m | Abstieg 820m | Zelt | Mahlzeiten: F/L/A
9.–10. Tag | Huayna Potosi 6080m
Huayna Potosi, der erste Gipfel der “Grossen Drei“. Wir verlassen das Condoriri-Basecamp sehr früh und fahren zum Zongopass. Hier erwarten uns die Träger. Mit ihrer Hilfe gelangen unsere Sachen zur Hütte “Campo Alto“, welche sich wie ein Adlerhorst auf 5270m, befindet wo uns unsere Kochcrew ein weiteres feines Abendessen zubereitet.
Nach einer kurzen Nacht starten wir wiederum sehr früh in Richtung Gipfel. Im Licht der Stirnlampe steigen wir über den Gletscher hoch. Bei der “pala chica“, einer ersten grösseren Schlüsselstelle, wechseln wir auf die Ostflanke des Berges. Während des Weiteraufstiegs können wir einem spektakulären Naturschauspiel beiwohnen. Es ist ein besonderes Spektakel, zuzuschauen, wie die Sonne aus dem Amazonasbecken hochsteigt. Die letzten rund 150 Höhenmeter hinauf zum Gipfel bewältigen wir über den Nordgrat des Berges. Nach etwa sechs Stunden erreichen wir unseren ersten 6000er-Gipfel und geniessen eine enorm faszinierende Rundsicht, die von La Paz bis zum Titicacasee reicht. Zurück beim Campo Alto geniessen wir einen feinen Lunch. Wir packen unsere Sachen und treten gestärkt den Abstieg zurück zum Zongo-Pass an und erfreuen uns zwei Stunden später an der Dusche.
Gehzeit 10-12 Std | Aufstieg 890m | Abstieg 1350m | Zelt | Mahlzeiten: F/M/A und Hotel | Mahlzeiten: F/-/-
11. Tag | La Paz (Ruhetag)
Nach einer erholsamen Nacht und einem feinen Frühstück erkunden wir heute bei einem Stadtrundgang diese verrückte Stadt. Dabei erhaschen wir einen Einblick in die bolivianische Metropole, wo Traditionelles und Modernes zu einer besonderen Synthese verschmelzen. Beim Rundgang legen wir den Schwerpunkt auf die beliebten Viertel rund um die Plaza San Francisco. Wir schlendern durch die populären Strassenmärkte des oberen Teils der Stadt. Es wird bunt, chaotisch, eng, überraschend und exotisch! Es ist ein sehr spannendes und abwechslungsreiches Treiben. Ein weiteres Highlight ist eine Fahrt mit der weltweit längsten Seilbahn, die in La Paz die Funktion einer Strassenbahn hat. Dabei geniessen wir eine spektakuläre Sicht auf die lebendige Stadt.
Hotel | Mahlzeiten: F/-/-
12. Tag | La Paz – Puente Roto 4470m
Nach einem Ruhetag ist ein Zeitfenster von 4 Tagen die ideale Voraussetzung, um den zweithöchsten Berg Boliviens zu besteigen. Der Illimani, das Wahrzeichen von La Paz, ist nur 40 km von der Andenmetropole entfernt und aufgrund seiner Grösse fast ein Gebirge für sich. Nicht weniger als sieben Gipfel des Gebirgsstocks übertreffen die 6000m-Marke und der Grat zwischen dem Südgipfel und dem Nordgipfel ist acht Kilometer lang. Nach dem Frühstück verlassen wir La Paz und fahren in südöstlicher Richtung über sehr holprige Strassen zur kleinen Siedlung Pinaya 3880m, wo wir unseren Arriero treffen. Nachdem die Arrieros all unsere Sachen auf die Mullas verladen haben, wandern wir gemeinsam rund vier Stunden hinauf ins Basislager Puente Roto, wo wir unsere Zelte auf einer schönen Wiese aufstellen.
Gehzeit 4 Std | Aufstieg 590m | Zelt | Mahlzeiten: F/L/A
13. Tag | Puente Roto – Hochlager Nido de Condores 5470m
Nach dem stärkenden Frühstück steigen wir über Grashänge und Schotterhalden hinauf auf einen Sattel auf 4900m. Nun wird der Grat steiler und nach fünf Stunden erreichen wir das wunderschön gelegene Hochlager Nido de Condores. Der nächtliche Blick auf das Lichtermeer von La Paz ist einzigartig!
Gehzeit ca. 5 Std | Aufstieg 1000m | Zelt | Mahlzeiten: F/L/A
14. Tag | Nevado Illimani 6439m
Die Nacht ist kurz, wir starten um etwa zwei Uhr. Die vorherrschenden Eisverhältnisse geben die Route vor, wir gehen am Seil und steilere Passagen werden vom Bergführer mit ein paar Fixseilen entschärft. Nach etwa sieben Stunden stehen wir auf diesem prominenten Gipfel und geniessen ein einzigartiges Panorama auf das Altiplano und La Paz. Zurück im Nido de Condores stärken wir uns bei einem Mittagessen und steigen hinab zum Basislager. Übernachtung im Zelt.
Gehzeit 11 - 12 Std | Aufstieg 970m | Abstieg 1970m | Zelt | Mahlzeiten: F/L/A
15. Tag | Puente Roto – La Paz
Nach einer langen und wohlverdienten Nacht steigen wir nach dem Frühstück hinab nach Pinaya, wo wir die bereits wartenden Autos beladen und nach La Paz zurückkehren. Eine warme Dusche, anschliessend ein feines Abendessen und zum Schluss ein weiches Bett ist die beste Vorbereitung für das anstehende grosse Finale.
Hotel | Mahlzeiten: F/-/-
16. Tag | La Paz – Sajama Basislager 4700m
Heute machen wir uns auf, um Boliviens höchsten Berg zu besteigen. Hierfür brechen wir zu einer landschaftlich sehr schönen Fahrt über die Weiten des Altiplanos zum Dörfchen Sajama auf. Kurz nachdem wir El Alto, die Schwesterstadt von La Paz, welche vollumfänglich auf dem Altiplano liegt, hinter uns gelassen haben, realisieren wir erst die pure Grösse der Hochebene. Im Verlaufe des Nachmittags erreichen wir das idyllische Dörfchen Sajama und wieder beladen die bereits wartenden Arrieros die treuen Mullas. Anschliessend wandert unsere Karawane, immer mit dem 6542m hohen Sajama vor den Augen ins Basislager. Die verbleibende Zeit bis zum Abendessen verbringen wir mit Packen und dem Überprüfen unserer Ausrüstung, steht doch morgen der Aufstieg ins Hochlager an.
Gehzeit 1.5 Std | Aufstieg 500m | Hütte | Mahlzeiten: F/L/A
17. Tag | Sajama Basislager – Sajama Hochlager 5700m
Der Aufstieg ins Hochlager führt über einen recht gut erkennbaren Pfad, später über steile Schutt- und je nach Verhältnissen auch über kleinere Schneefelder, hinauf zu einem markanten Felsen, über dem das Hochlager liegt. Das Lager offenbart einen grandiosen Ausblick auf die gegenüberliegenden Zwillingsvulkane Parinacota und Pomerape.
Gehzeit 5 Std | Aufstieg 1000m | Hütte | Mahlzeiten: F/L/A
18. Tag | Sajama 6542m
Gipfeltag am Sajama! Nach einem zeitigen Start geht es zunächst recht steil über loses Geröll und leichte Felsstufen. Bereits kurz nach dem Start erreichen wir eine steile Eisrinne, die wir, je nach Verhältnissen, mit einigen Fixseilen entschärfen. An deren Ende erreichen wir den Gletscher und steigen über diesen auf den höchsten Punkt Boliviens. Von dem riesigen Gipfelplateau geniessen wir einen überwältigenden Rundumblick auf die umliegenden Gipfel und die Weiten des Altiplanos. Der anschliessende Abstieg führt über dieselbe Route noch bis ins Basislager hinab.
Gehzeit 12-13 Std | Aufstieg 850m | Abstieg 1850m | Hütte | Mahlzeiten: F/L/A
19. Tag | Sajama Basislager – La Paz
Nach einer langen Nacht wandern wir, im Wissen “Boliviens grosse Drei“ bestiegen zu haben, zurück zu den Fahrzeugen. Ein kurzer Transfer bringt uns zu den heissen Quellen von Pujarama. Dieser wunderschöne Ort bietet sich an, um die vergangenen Tage Revue passieren zu lassen. Wie lässt sich so etwas besser gestalten als in einem 38°C-Bad unter freiem Himmel …? Die anschliessende Rückfahrt nach La Paz unterbrechen wir in Curahuara de Carangas, wo wir die Kolonialkirche "Capilla Dieciséis del Altiplano" besichtigen.
Hotel | Mahlzeiten: F/-/-
20. Tag | La Paz (Reservetag)
In einem Land wie Bolivien ist ein Puffertag immer ratsam. Nach drei 6000ern in den zurückliegenden Tagen und dem damit verbundenen frühen Aufstehen, werden es die meisten geniessen, das heutige Frühstück etwas gemächlicher einzunehmen. Anschliessend besteht die Möglichkeit, auf eigene Faust die vielen kleinen und schmucken Läden in der Calle Sagaranaga zu erkunden. Auch ein Besuch im interessanten Museo de Coca, das die Geschichte der Cocablätter von ihren Anfängen als Bestandteil der Medizin und kultischer Riten bis hin zum Herstellungsprozess von Kokain erzählt, ist empfehlenswert. Am Abend treffen wir ein letztes Mal unseren lokalen Guide, um gemeinsam bei einem feinen Abendessen die Reise Revue passieren zu lassen.
Hotel | Mahlzeiten: F/-/A
21. Tag | Rückreise
Mit dem Transfer zum Flughafen in El Alto beginnt die Rückreise nach Europa. Während das Flugzeug an Höhe gewinnt, können wir noch ein letztes Mal einen Blick auf einige unserer bestiegenen Gipfel werfen.
22. Tag | Ankunft in der Heimat
Programmänderungen unter Vorbehalt.
Mahlzeiten:
F: Frühstück
L: Mittagessen | Boxlunch
A: Abendessen
Wichtige Informationen
Flugbuchung
Die Langstreckenflüge sind nicht im Pauschalpreis enthalten. Wir vermitteln gerne ein passendes Flugangebot. So können wir die Reise und die Flughafentransfers optimal koordinieren und bei Terminänderungen unterstützen. Für die Flugbuchung verlangen wir eine Bearbeitungsgebühr von CHF 100.-. Wer die Flüge lieber selbst bucht, muss die Reisedaten vorgängig mit uns abstimmen.
Je nach Wetter und Verlauf der Expedition kann sich die Rückreise verschieben. Eine frühere Rückkehr ist ebenso möglich wie eine Verlängerung der Expedition, sofern die Bedingungen eine Besteigung zu einem späteren Zeitpunkt ermöglichen. Deshalb empfehlen wir ein umbuchbares Flugticket. Allfällige Umbuchungskosten tragen die Teilnehmenden.
Erforderliche Reisedokumente
Ein Reisepass, der mindestens 6 Monate über das Rückreisedatum hinaus gültig ist. Für Bolivien wird kein Visum benötigt.
Impfungen
Ein ausreichender Impfschutz liegt in der Verantwortung der Teilnehmenden. Es empfiehlt sich, den persönlichen Impfschutz frühzeitig zu überprüfen und bei Bedarf ärztlichen oder tropenmedizinischen Rat einzuholen. Weitere Informationen bietet HealthyTravel.
Äussere Einflüsse
Sollten wir auf Grund von äusseren Einflüssen wie z.B. Unwetter, schlechten Weg- oder Strassenbedingungen, Flugverzögerungen, Anordnung der Behörden oder Streiks gezwungen sein, den Reiseverlauf anzupassen, behalten wir uns dieses Recht vor.
Versicherungen
Für einen genügenden Versicherungsschutz sind alle Teilnehmenden selber verantwortlich. Wir empfehlen dringend eine Annullationskosten-, Auslandskranken- und Unfallversicherung. Es gilt darauf zu achten, dass auch allfällige Bergungs- und Rettungskosten eingeschlossen sind. Viele Versicherungen schliessen Reisen und Aktivitäten in grossen Höhen aus oder begrenzen ihre Leistungen. Eine frühzeitige Abklärung, ob die Versicherung für die geplante Reise die volle Deckung übernimmt, ist wichtig.
Ebenso wichtig ist die Übernahme von epidemischen oder pandemischen Krankheiten sowie bei politischen Situationen vor Ort. Auf dieser Seite haben wir ausführliche Informationen rund um das Thema Versicherungen zusammengestellt.
Unterkunft
Der Auswahl der Unterkünfte haben wir besonderes Augenmerk geschenkt. In La Paz übernachten wir in einem guten, zentral gelegenen Hotel. Das Hotel Naira ist ideal gelegen, um die Stadt zu erkunden. Da wir mehrmals in dieses Hotel zurückkehren, bekommt es quasi den Charakter eines „Basislagers“. Auf der Isla del Sol und in Copacabana logieren wir in einem charmanten Hostel hoch über dem See. Die drei Nächte in Sajama verbringen wir in einer Khala Utas, so nennt man die typischen Unterkünfte in der Gegend um den Sajama. Die Zeit im Gelände verbringen wir in guten 2er-Zelten. Zum Essen und zum Zusammensein steht uns ein grosszügiges Gemeinschaftszelt zur Verfügung.
Allgemein
Generell gehört Bolivien zu den besonders extremen Ländern der Welt. Dies macht auf der einen Seite gerade seinen Reiz aus, auf der anderen Seite erfordert es eine gründliche Reisevorbereitung. Besonders gilt das, wenn Bergbesteigungen geplant sind. Daher sind eine angemessene Akklimatisation und eine ausreichende Erholung zwischen den Touren notwendig. Zwischen den einzelnen Besteigungen kehren wir jeweils nach La Paz zurück. Das spiegelt sich zwar im Preis wider (Hotel und Transport), die Mehrkosten sind jedoch absolut gerechtfertigt. Aus Erfahrung wissen wir, dass wir dadurch eine bessere Erholung geniessen und damit höhere Gipfelchancen erzielen können. Auf dieser Reise zeigt sich uns ein sehr vielfältiges Bild von Bolivien und wir kommen immer wieder in Kontakt mit der Bevölkerung.
Lokale Agentur
Wir arbeiten mit dem lokalen Team einer renommierten Agentur zusammen. Während den Besteigungen begleitet uns am Berg immer ein:e UIAGM Bergführer:in pro 2 Teilnehmende. [CV7.1]Somit stehen der Gruppe zwei Bergführer:innen zur Verfügung. Das ermöglicht einen bestmöglichen Service am Berg.
Trägerservice
Träger für das allgemeine Material (Essen, Zelte, Sicherheitsequipment) am Aufstieg zum Refugio Huyuani (Hütte am Huayna Potosi), ins Hochlager Nido de Condores (Illimani) und dem Sajama Hochlager. Tragtiere transportieren das persönliche Material in die jeweiligen Basecamps. Während den Besteigungen tragen wir aber unsere Ausrüstung selbst. Auf Wunsch kann aber ein persönlicher Hochträger engagiert werden.
Klima
Die beste Zeit für Bergbesteigung in Bolivien bietet der Zeitraum von Ende Mai bis Ende Juli. In diesen Monaten, dem sogenannten bolivianischen Winter, sind Niederschläge selten und das Wetter ist stabil. Die Temperaturen liegen allerdings je nach Höhenlage entsprechend tief. Temperaturunterschiede von 40 Grad während eines Tages sind durchaus möglich.
Landkarten und Literatur
Hermann Kiendler: Die Anden - Vom Chimborazo zum Marmolejo - alle 6000er auf einen Blick. Panico Alpinverlag. Das sehr informative Buch „Traumberge Amerikas“ liefert viele, gute Detailinformationen zu unseren Zielen. Es ist bei der Buchhandlung Piz Buch & Berg erhältlich.
Annullationsbedingungen
Es gelten die offiziellen Annullationsbedinungen gemäss AGB's.
Keine Gipfelgarantie
Wir planen all unsere Reisen mit grosser Sorgfalt und bestmöglichen Akklimatisationen um sicher ans Ziel zu kommen. Wir geben jedoch keine Gipfelgarantie - die Sicherheit und Gesundheit aller Teilnehmer steht immer an oberster Stelle.
Durchführung
Der aktuelle Status ist auf der Webseite ersichtlich. Wir informieren dich frühzeitig über die definitive Durchführung. Bitte wende dich für Fragen direkt an unser Büro in Root-Luzern, +41313812333 oder [email protected]
Haftungsauschluss
Mit der Buchung akzeptieren die Teilnehmenden das dem Bergsport innewohnende Restrisiko, das auch bei sorgfältiger Führungsarbeit bestehen bleibt. Voraussetzung für die Teilnahme sind die erforderliche körperliche und psychische Verfassung sowie eine den Anforderungen entsprechende Ausrüstung. Den Weisungen der Reiseleitung ist Folge zu leisten. Die Teilnehmenden tragen im Rahmen ihrer Kenntnisse und Fähigkeiten Eigenverantwortung.
KP swiss expeditions haftet im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen. Eine Haftung für Schäden aufgrund höherer Gewalt, unvorhersehbarer Naturereignisse, Eigenverschuldens, des Fehlverhaltens Dritter oder der Missachtung von Weisungen ist ausgeschlossen.
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Montag - Freitag, 09:00 – 12:00 Uhr und 13:30 – 17:00 Uhr
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