Boliviens Altiplano bildet die Kulisse für Skitouren zwischen Cordillera Real und Cordillera Occidental. Schritt für Schritt steigen wir höher und besteigen zwei 5000er sowie drei 6000er auf Ski. Titicacasee, Isla del Sol, La Paz und heisse Quellen ergänzen das Tourenprogramm.
1.–3. Tag Anreise nach La Paz und Akklimatisation im Valle de las Animas
4.–5. Tag Titicacasee, Isla del Sol und Copacabana
6.–8. Tag Condoriri-Basislager, Pico Tarijca 5350m und La Paz
9.–10. Tag Skitour auf den Nevado Mururata 5864m
11.–14. Tag Sajama, Acotango 6050m und Parinacota 6330m
15.–16. Tag Skitour auf den Huayna Potosi 6088m
17.–19. Tag Reservetag in La Paz und Rückreise
Deine Pluspunkte
- Fünf Skigipfel: zwei 5000er und drei 6000er
- Acotango und Parinacota mit langen Abfahrten über die Vulkanflanken
- Skitouren in der Cordillera Real und Cordillera Occidental
- Titicacasee, Isla del Sol und La Paz entdecken
- Gruppe von 6 bis 10 Gäste
Anforderungen 
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Trittsicherheit erforderlich. Einfaches Gletscher-, Schnee- oder Blockgelände sowie grundlegende Seiltechnik vorausgesetzt. |
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Lange Tagesleistungen und wiederholte Belastungsspitzen während mehreren aufeinander folgenden Tagen, oft in grosser Höhe. Ausgezeichnete Ausdauer ist Voraussetzung. |
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Abgelegene Regionen mit schwieriger Logistik und eingeschränkten Rettungsmöglichkeiten. Objektive Gefahren und komplexe Entscheidungen prägen die Tour. |
Reiseprogramm
Vorgesehener Tourenablauf
1.–2. Tag | Flug nach La Paz 3640m
Linienflug nach La Paz. Hier, am höchstgelegenen internationalen Flughafen der Welt, werden wir von unserem lokalen Guide empfangen. Bereits während des rund 40-minütigen Transfers zum Hotel lohnt sich ein Stopp bei einem Aussichtspunkt, denn der Blick auf die Millionenstadt ist faszinierend. In einem zentral gelegenen Hotel beziehen wir unsere Unterkunft, welche zu unserem “Basislager“ mutiert, unternehmen wir doch ab hier sternförmig unsere Skitouren-Aktivitäten.
Hotel | Mahlzeiten: F/-/-
3. Tag | La Paz / Valle de las Animas
Nach der langen Anreise steht heute klar das Ankommen und Erholen zuoberst auf dem Programm. Wir unternehmen eine einfache, aber beeindruckende rund dreistündige Wanderung durch das nahegelegene Valle de las Animas. Um das Tal zu erreichen, verlassen wir die Stadt westwärts. Das geologisch interessante Valle de las Animas versetzt uns mit seinen mehr als 100m hohen, vertikal in den Himmel ragenden Wänden und Türmen ins Staunen. Das Valle sieht aus wie ein Stalagmitenfeld. Entstanden ist es durch das Abschmelzen der Gletscher am Ende des Tertiärstadiums. Mit der Wanderung beeinflussen wir unsere Akklimatisation positiv und geniessen dabei noch eine spektakuläre Sicht auf die lebendige Stadt. Noch vor dem Abendessen rüsten wir unser Gepäck für die kommenden Tage.
Gehzeit 2,5 Std | Aufstieg 250m | Abstieg 510m | Hotel | Mahlzeiten: F/-/-
4. Tag | La Paz – Copacabana – Isla del Sol 3987m
Es geht los! Wir verlassen das Becken von La Paz und durchqueren das von 1,8 Millionen Personen bewohnte El Alto. Anschliessend fahren wir über das karge Altiplano und gelangen an das malerische Ufer des Titicacasees. Mit einer Fähre überqueren wir die Strasse von Tiquina, welche den “kleinen“ Titicacasee mit dem “Grossen“ verbindet und erreichen so den Pilgerort Copacabana. Nach dem Lunch besteigen wir ein Boot und setzen damit nach Chinkana, einer Bootanlegestelle im Norden der Isla del Sol (Sonneninsel) über. Einer Sage zufolge ist es der Geburtsort des ersten Inkakönigs. Über eine aus der Inkazeit stammende Treppe steigen wir die 140m hinauf auf den Insel-Kamm. Hier befinden sich verschiedene archäologische Stätten wie der kleine Piedra Sagrada (Heiliger Stein) oder auch der Templo del Inca. Über den Camino Willka Thaki wandern wir anschliessend in rund 3,5 Stunden zum Inselhauptort Yumani. Dabei kommen wir an Terrassenfeldern und einsamen Gehöften vorbei und geniessen die überwältigende Aussicht auf den tiefblauen See und die dahinterliegenden, schneebedeckten Berge der Cordillera Real. In Yumani beziehen wir in einer gemütlichen Lodge unsere Zimmer und geniessen bei einem Apéro den wunderschönen Sonnenuntergang.
Gehzeit 3,5 Std | Aufstieg 290m | Abstieg 120m | Lodge | Mahlzeiten: F/L/A
5. Tag | Isla del Sol – Copacabana 3830m
Nach einer ruhigen Nacht und einem feinen Frühstück steigen wir über die 205 Stufen der Escalera del Inka hinab zum See. Am Beginn der Treppe befinden sich die zwei lebensgrossen Statuen von Manco Cåpa und Mama Occlo, dem ersten Inka-Königspaar. Hier besteigen wir wiederum ein Schiff, das uns zurück nach Copacabana bringt. Nach einem Kaffee in einem der vielen Restaurants rund um den Hafen, machen wir uns auf den Weg, den Cerro Calvario zu besteigen. Der Weg vom Ufer des Titicacasees hinauf auf den 3966m hohen Gipfel ist auch unter Pilgern beliebt, da er auf 14 Stationen den Leidensweg Jesu bis zur Kreuzigung zeigt. Oben angekommen geniessen wir eine faszinierende Aussicht auf die Stadt und auf den See. Nach dem Lunch nehmen wir uns den 3990m hohen Horca del Inca vor. Der Aufstieg auf den “Galgen des Inka“ ist zwar weniger bekannt als jener hinauf auf den Cerro Calvario, aber dennoch reizvoller. Der Name Horca del Inca bzw. Galgen des Inka, stammt von den Spaniern, die die zwei markanten Steinsäulen irrtümlicherweise als Galgen interpretierten. Neuste Forschungen haben ergeben, dass es sich dabei um eine Art rudimentäre Sternwarte handelt. Zurück im Pilgerort beziehen wir in einem kleinen, aber feinen Hotel unsere Zimmer für die kommende Nacht. Mit dem Ausflug an den Titicacasee beenden wir unsere Akklimatisation und freuen uns auf die bevorstehenden Skitouren.
Gehzeit 2,5 Std | Aufstieg 350m | Abstieg 350m | Hostel | Mahlzeiten: F/L/A
6. Tag | Copacabana – Condoriri-Basislager 4660m
Nach dem Frühstück verladen wir das gesamte Gepäck und fahren mit dem Kleinbus in die Königskordillere nach La Rinconada. Von hier steigen wir mit leichtem Rucksack in das Condoriri-Basislager auf. Maultiere tragen unser Hauptgepäck. Den Nachmittag verbringen wir mit Lagerleben. Wer möchte, kann auch einen Spaziergang in der näheren Umgebung unternehmen.
Gehzeit 1 Std | Aufstieg 210m | Zelt | Mahlzeiten: F/L/A
7. Tag | Skitour Pico Tarija 5350m – La Paz
Unsere erste Skitour. Nach einer ruhigen Zeltnacht stärken wir uns mit einem von unserer Kochmannschaft zubereiteten Frühstück und gehen noch im Dunkeln zum Beginn des Gletschers. Hier kleben wir unsere Felle auf die Ski und steigen gemächlich über den idealgeneigten Gletscher hoch zu unserem Gipfel, dem Pico Tarija. Unsere Mühe wird durch eine fantastische Rundsicht und (hoffentlich) einer ersten schönen Firnabfahrt belohnt. Zurück im Lager packen wir unsere Sachen und fahren nach La Paz zurück. Nach diesem ersten Ausflug in die Höhe ist morgen nochmals Erholung angesagt.
Gehzeit 4 Std | Aufstieg 690m | Abstieg 900m | Hotel | Mahlzeiten: F/-/-
8. Tag | La Paz (Ruhetag)
Nach einer erholsamen Nacht und einem feinen Frühstück erkunden wir heute bei einem Stadtrundgang diese Stadt. Dabei erhaschen wir einen Einblick in die bolivianische Metropole, wo Traditionelles und Modernes zu einer besonderen Synthese verschmelzen. Beim Rundgang legen wir den Schwerpunkt auf die beliebten Viertel rund um die Plaza San Francisco. Wir schlendern durch die populären Strassenmärkte des oberen Teils der Stadt. Es wird bunt, chaotisch, eng, überraschend und exotisch! Es ist ein sehr spannendes und abwechslungsreiches Treiben. Ein weiteres Highlight ist eine Fahrt mit der weltweit längsten Seilbahn, die in La Paz die Funktion einer Strassenbahn hat. Dabei geniessen wir eine spektakuläre Sicht auf diese lebendige Stadt.
Hotel | Mahlzeiten: F/-/-
9.-10. Tag | Skitour Nevado Mururata 5864m
Unser zweiter 5000er steht auf dem Programm. Über den Cuesta de las Ánimas fahren wir nach Ventilla und weiter nach Choquequta. Kurz danach endet die Allradpiste und wir steigen weiter über Blockgelände bis zum Beginn der Gletscherzunge, wo wir unser Lager aufbauen. Nach einer kurzen Nacht gehen wir zu Fuss hinüber zum Gletscher und steigen, nun mit den Ski an den Füssen, über die breite, gleichmässig ansteigende Rampe hinauf zum Gipfel. Der Ausblick auf die vergletscherten Gipfel der Cordillera Real und auf den Illimani, Boliviens zweithöchsten Berg, ist beeindruckend. Der wahre Lohn ist aber die lange und rassige Abfahrt hinunter zu unserem Hochlager. Wir steigen gleich weiter ab, kehren in unser “Basislager“ in La Paz zurück und garantieren so die bestmögliche Erholung in Bezug auf die drei noch bevorstehenden Skitouren.
Gehzeit 8 Std | Aufstieg 1170m | Abstieg 1170m | Zelt | Mahlzeiten: F/L/A und Hotel | Mahlzeiten: F/-/-
11. Tag | La Paz – Sajama Village 4250m
Heute machen wir uns auf, einige Gipfel der Cordillera Occidental zu besteigen. Hierfür brechen wir zu einer landschaftlich sehr schönen Fahrt über die Weiten des Altiplanos zum Dörfchen Sajama auf. Kurz nachdem wir El Alto, die Schwesterstadt von La Paz, welche vollumfänglich auf dem Altiplano liegt, hinter uns gelassen haben, realisieren wir erst die pure Grösse der Hochebene. Im Verlaufe des Nachmittags erreichen wir das idyllische Dörfchen Sajama Village. Mit seinen vielen “Postkarten-Sujets“, liegt es zentral im gleichnamigen Nationalpark. Das Dorf ist von unseren beiden nächsten Zielen, den 6000ern Acotango und Parinacota sowie Boliviens höchstem Berg, dem 6542m hohen Sajama, umgeben. Da sich sowohl der Acotango als auch der Parinacota im Nationalpark befinden, registrieren wir uns bei den lokalen Parkbehörden. Nach diesem Prozedere beziehen wir für die kommenden drei Nächte unsere einfache, aber für die Region typische Unterkunft. Die verbleibende Zeit bis zum Abendessen verbringen wir mit Packen und dem Überprüfen unserer Ausrüstung, steht doch morgen unser erster 6000er auf dem Programm.
Hütte | Mahlzeiten: F/L/A
12. Tag | Skitour Acotango 6050m
Unser erster 6000er. Um an den Ausgangspunkt der Acotango-Besteigung zu gelangen, starten wir bereits in den frühen Morgenstunden. Wir fahren mit 4x4 Fahrzeugen nach Chachacomani. Kurz bevor wir das einsam gelegene Dorf erreichen, biegen wir rechts ab, um, immer noch in dunkler Nacht, in das breite Tal zwischen Acotango und Umurata zu gelangen. Über eine ruppige Bergbau-Strasse geht’s steil aufwärts bis zur Schneegrenze. Sobald diese erreicht ist, ziehen wir unsere Felle auf, um mit den Ski über einen ersten Hang auf den Kraterrand zu gelangen und diesem weiter zu folgen. Der Weiteraufstieg zum Gipfel erfolgt hufeisenförmig und wird immer wieder von steileren Abschnitten unterbrochen. Je nach Verhältnissen ziehen wir für die letzten 100m die Steigeisen an. Auf dem Gipfel geniessen wir die Aussicht. Vorallem der Blick zu den Zwillingen Parinacota und Pomerape sucht seinesgleichen. Aber auch jener hinüber zum aktiven Vulkan Guallatire. Er übertrifft ebenfalls die 6000er-Marke und wird fast immer von einer kräftigen Rauchfahne gekrönt. Weit unter uns glänzt in strahlendem Blau die bereits zu Chile gehörende Laguna Chungara. Nach der verdienten Pause machen wir uns bereit für die Abfahrt. Lassen es die Verhältnisse zu, fahren wir über grosszügige, recht steile Hänge ab in die Caldera. Diese verlassen wir über einen erodierten Ausgang und gelangen so zurück zu unseren Fahrzeugen. Angekommen in der Unterkunft geniessen wir eine stärkende Mahlzeit und ruhen uns anschliessend aus, denn bereits morgen steht ein nächster 6000er auf dem Programm.
Gehzeit 5 Std | Aufstieg 950m | Abstieg 950m | Hütte | Mahlzeiten: F/L/A
13. Tag | Skitour Parinacota 6330m
Wir starten sehr früh. Mit unserem Geländewagen fahren wir los, um möglichst nahe an die Schneegrenze zu gelangen. Diese ist in aller Regel beim Paso Payachata, dem auf 5100m gelegenen Sattel zwischen Parinacota und seinem Zwillingsgipfel Pomerate. Hier kleben wir unsere Felle auf die Ski und steigen gemächlich über die gleichmässig ansteigende Flanke hinauf zum Kraterrand. Hier geniessen wir den weiten Ausblick auf die Atacama-Wüste, die umliegenden Vulkane der Westlichen Kordillere sowie den blauen Lago Chungara. Die anschliessend folgende Abfahrt über die konstant steilen Flanken des Parinacota bis hinunter zum Paso Payachata ist schlicht grandios! Nach dieser Skitour der Extraklasse kehren wir wieder zurück zu unserer Unterkunft im Dörfchen Sajama. Nach einer kleinen Stärkung machen wir uns auf, um in den nahegelegenen warmen Quellen ein Bad zu geniessen. Hier befinden wir uns inmitten der spektakulären Landschaft von Boliviens ältestem Nationalpark.
Gehzeit 7 Std | Aufstieg 1230m | Abstieg 1230m | Hütte | Mahlzeiten: F/L/A
14. Tag | Sajama Village–La Paz
Wir erholen uns von den Strapazen der zwei vorherigen Tage mit den Skitouren der Extraklasse. Bevor wir die Fahrt zurück nach La Paz starten, besuchen wir ein nahegelegenes Geysirfeld. Hier saugen wir nochmals die farbenfrohe Landschaft mit ihren Queñua-Krüppelbäumen, den grasenden Alpacas und den schneegekrönten Gipfeln im Hintergrund in uns auf. Zurück in La Paz rüsten wir uns noch vor dem Abendessen für die finale Skitour.
Hotel | Mahlzeiten: F/-/-
15.-16. Tag | Skitour Huayna Potosi 6088m
Nach der erholsamen Nacht und einem üppigen Frühstück fahren wir hinauf auf den Zongo-Pass. Hier erwarten uns bereits die Träger. Während sie unser Material und das Essen transportieren, tragen wir unsere Ski die gut 500m hinauf zum auf ca. 5000m gelegenen Refugio Huyuani. Nach einem kurzen Schlaf brechen wir noch mitten in der Nacht im Lichte der Stirnlampe auf. Um das Plateau unterhalb des Gipfels zu erreichen, müssen mindestens zwei steilere Abschnitte überwunden werden. Teilweise müssen hier die Ski kurz getragen werden. Das Plateau erreichen wir idealerweise zum Zeitpunkt des Sonnenaufganges. Es ist ein ganz besonderes Spektakel, zuzuschauen, wie die Sonne aus dem Amazonasbecken hochsteigt. Die letzten rund 150 Höhenmeter hinauf zum Gipfel bewältigen wir mit Steigeisen an den Füssen. Nach etwa sechs Stunden erreichen wir unseren dritten 6000er-Gipfel und geniessen eine enorm faszinierende Rundsicht, die von La Paz bis zum Titicacasee reicht. Zurück beim Skidepot erwartet uns eine letzte tolle Abfahrt. Angekommen in der Hütte geniessen wir einen feinen Lunch. Wir packen unsere Sachen und treten gestärkt den Abstieg zurück zum Zongo-Pass an und erfreuen uns zwei Stunden später an der Dusche.
Gehzeit 8 Std | Aufstieg 890m | Abstieg 1350m | Hütte | Mahlzeiten: F/L/A und Hotel | Mahlzeiten: F/-/-
17. Tag | La Paz (Reservetag)
In einem Land wie Bolivien ist ein Puffertag immer ratsam. Nach drei 6000ern in fünf Tagen und dem damit verbundenen frühen Aufstehen, werden es die meisten geniessen, das heutige Frühstück etwas gemächlicher einzunehmen. Anschliessend besteht die Möglichkeit, auf eigene Faust die vielen kleinen und schmucken Läden in der Calle Sagaranaga zu erkunden. Auch ein Besuch im interessanten Museo de Coca, das die Geschichte der Cocablätter von ihren Anfängen als Bestandteil der Medizin und kultischer Riten bis hin zum Herstellungsprozess von Kokain erzählt, ist empfehlenswert. Am Abend treffen wir ein letztes Mal unseren lokalen Guide, um gemeinsam bei einem feinen Abendessen die Reise Revue passieren zu lassen.
Hotel | Mahlzeiten: F/-/A
18. Tag | Rückreise
Mit dem Transfer zum Flughafen in El Alto beginnt die Rückreise nach Europa. Während das Flugzeug an Höhe gewinnt, können wir noch ein letztes Mal einen Blick auf einige unserer bestiegenen Gipfel werfen.
19. Tag | Ankunft in der Heimat
Programmänderungen unter Vorbehalt.
Mahlzeiten:
F: Frühstück
L: Mittagessen | Boxlunch
A: Abendessen
Wichtige Informationen
Flugbuchung
Die Langstreckenflüge sind nicht im Pauschalpreis enthalten. Wir vermitteln gerne ein passendes Flugangebot. So können wir die Reise und die Flughafentransfers optimal koordinieren und bei Terminänderungen unterstützen. Für die Flugbuchung verlangen wir eine Bearbeitungsgebühr von CHF 100.-. Wer die Flüge lieber selbst bucht, muss die Reisedaten vorgängig mit uns abstimmen.
Je nach Wetter und Verlauf der Expedition kann sich die Rückreise verschieben. Eine frühere Rückkehr ist ebenso möglich wie eine Verlängerung der Expedition, sofern die Bedingungen eine Besteigung zu einem späteren Zeitpunkt ermöglichen. Deshalb empfehlen wir ein umbuchbares Flugticket. Allfällige Umbuchungskosten tragen die Teilnehmenden.
Erforderliche Reisedokumente
Für Bolivien wird kein Visum benötigt. Der Reisepass muss jedoch noch mindestens 6 Monate über den Rückreisetermin hinaus gültig sein.
Unterkunft
In La Paz übernachten wir in einem guten, zentral gelegenen Hotel. Das Hotel Naira ist ideal gelegen, um die Stadt zu erkunden. Da wir mehrmals in dieses Hotel zurückkehren, bekommt es quasi den Charakter eines „Basislagers“. Auf der Isla del Sol und in Copacabana logieren wir in einem charmanten Hostal hoch über dem See. Die drei Nächte in Sajama verbringen wir in einer Khala Utas, so nennt man die typischen Unterkünfte in der Gegend um den Sajama. Am Huayna Potosi übernachten wir in einer einfachen Berghütte. Die weiteren Nächte verbringen wir in 2er-Zelten. Der Auswahl der Unterkünfte haben wir besonderes Augenmerk geschenkt.
Impfungen
Ein ausreichender Impfschutz liegt in der Verantwortung der Teilnehmenden. Es empfiehlt sich, den persönlichen Impfschutz frühzeitig zu überprüfen und bei Bedarf ärztlichen oder tropenmedizinischen Rat einzuholen. Weitere Informationen bietet HealthyTravel.
Äussere Einflüsse
Sollten wir auf Grund von äusseren Einflüssen wie z.B. Unwetter, schlechten Weg- oder Strassenbedingungen, Flugverzögerungen, Anordnung der Behörden oder Streiks gezwungen sein, den Reiseverlauf anzupassen, behalten wir uns dieses Recht vor.
Versicherungen
Für einen genügenden Versicherungsschutz sind alle Teilnehmenden selber verantwortlich. Wir empfehlen dringend eine Annullationskosten-, Auslandskranken- und Unfallversicherung. Es gilt darauf zu achten, dass auch allfällige Bergungs- und Rettungskosten eingeschlossen sind. Viele Versicherungen schliessen Reisen und Aktivitäten in grossen Höhen aus oder begrenzen ihre Leistungen. Eine frühzeitige Abklärung, ob die Versicherung für die geplante Reise die volle Deckung übernimmt, ist wichtig.
Ebenso wichtig ist die Übernahme von epidemischen oder pandemischen Krankheiten sowie bei politischen Situationen vor Ort. Auf dieser Seite haben wir ausführliche Informationen rund um das Thema Versicherungen zusammengestellt.
Allgemein
Generell gehört Bolivien zu den besonders extremen Ländern der Welt. Dies macht auf der einen Seite gerade seinen Reiz aus, auf der anderen Seite erfordert es eine gründliche Reisevorbereitung. Dies gilt besonders, wenn Ski-Expeditionen geplant sind. Daher sind eine angemessene Akklimatisation und eine ausreichende Erholung zwischen den Touren notwendig. Zwischen den einzelnen Besteigungen kehren wir jeweils nach La Paz zurück. Dies spiegelt sich im Preis wider (Hotel und Transport), aber die Mehrkosten rechtfertigen sich absolut. Aus Erfahrung wissen wir, dass wir dadurch eine bessere Erholung geniessen und damit höhere Gipfelchancen erzielen können. Auf dieser Reise zeigt sich uns ein sehr vielfältiges Bild von Bolivien und wir kommen immer wieder in Kontakt mit der Bevölkerung.
Lokale Agentur
Wir arbeiten mit dem lokalen Team einer renommierten Agentur zusammen. Während der Besteigungen begleitet uns immer ein:e lokale:r UIAGM Bergführer:in. Somit stehen der Gruppe zwei Bergführer:innen zur Verfügung und das ermöglicht einen bestmöglichen Service am Berg. Träger am Huayna Potosi sowie Tragtiere am Pico Tarija und Nevado Mururata unterstützen uns, so dass wir das allgemeine Material (Essen, Zelte, Sicherheitsequipment) nicht selbst tragen müssen. An den eigentlichen Besteigungstagen tragen wir aber unsere Ausrüstung selbst.
Klima
Die beste Zeit für Skitouren in Bolivien bietet der Monat April. In diesem Monat ist das Wetter bereits relativ stabil und wir sollten auch Firnabfahrten geniessen können. Allerdings liegen die Temperaturen je nach Höhenlage entsprechend tief. Temperaturunterschiede von 40°C während eines Tages sind durchaus möglich.
Landkarten und Literaturempfehlung
Das sehr informative Buch „Traumberge Amerikas“ liefert viele gute Detailinformationen zu unseren Zielen. Es ist in der Buchhandlung Piz Buch & Berg erhältlich.
Annullationsbedingungen
Es gelten die offiziellen Annullationsbedinungen gemäss AGB's.
Keine Gipfelgarantie
Wir planen all unsere Reisen mit grosser Sorgfalt und bestmöglichen Akklimatisationen um sicher ans Ziel zu kommen. Wir geben jedoch keine Gipfelgarantie - die Sicherheit und Gesundheit aller Teilnehmer steht immer an oberster Stelle.
Durchführung
Der aktuelle Status ist auf der Webseite ersichtlich. Wir informieren dich frühzeitig über die definitive Durchführung. Bitte wende dich für Fragen direkt an unser Büro in Root-Luzern, +41313812333 oder [email protected]
Haftungsauschluss
Mit der Buchung akzeptieren die Teilnehmenden das dem Bergsport innewohnende Restrisiko, das auch bei sorgfältiger Führungsarbeit bestehen bleibt. Voraussetzung für die Teilnahme sind die erforderliche körperliche und psychische Verfassung sowie eine den Anforderungen entsprechende Ausrüstung. Den Weisungen der Reiseleitung ist Folge zu leisten. Die Teilnehmenden tragen im Rahmen ihrer Kenntnisse und Fähigkeiten Eigenverantwortung.
KP swiss expeditions haftet im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen. Eine Haftung für Schäden aufgrund höherer Gewalt, unvorhersehbarer Naturereignisse, Eigenverschuldens, des Fehlverhaltens Dritter oder der Missachtung von Weisungen ist ausgeschlossen.
Anzahl Tage
19 Tage
Preis
CHF 5’390.-
Anforderungen
Bist du für diese Tour gerüstet? Überprüfe die Anforderungen hier.Region
Bolivien | Anden | Cordillera Real
Treffpunkt
Teilnehmer
- Staatlich geprüfte:r KP swiss expeditions Bergführer:in pro Gruppe
- Lokale:r UIAGM-Bergführer:in auf allen Skitouren
- 6-10 Gäste
Leistungen inbegriffen
- Organisation der gesamten Expedition
- Staatlich geprüfte:r Bergführer:in als Expeditionsleader
- Lokale:r UIAGM-Bergführer:in auf allen Skitouren
- Lokaler Touristenführer für Stadtbesichtigung (La Paz)
- Informationstreffen
- Sämtliche Transfers in guten Minibussen und wo nötig in 4x4 Fahrzeugen
- Bootstransfer Copacabana - Isla del Sol - Copacabana
- Fahrten in der Seilbahn in La Paz
- Nationalparkgebühren und Gipfelpermits
- Eintritte (Isla del Sol, Curahuara de Carangas Kirche)
- 14 Nächte in Hotels, Hostels und Hütten, wenn möglich im Doppelzimmer
- 2 Nächte in 2er-Zelten
- Frühstück in La Paz
- Vollpension an allen anderen Tagen (Mittagslunch oder Boxlunch)
- Farewell-Dinner
- Kochmannschaft bei den Zeltübernachtungen
- Träger für das allgemeine Material am Aufstieg zum Refugio Huyuani
- Tragtiere für den Zustieg zum Zeltlager für die Besteigung des Pico Tarijca und Nevado Mururata
- Hochgebirgszelte (2er Zelte) und Gemeinschaftszelt bei den Zeltübernachtungen
- Gruppenmaterial (Sicherungsseile usw.)
- Umfangreiche Apotheke mit Pulsoxymeter
Leistungen nicht inbegriffen
- Flüge nach/ab La Paz (Gerne übernehmen wir die Flugbuchung für dich. In diesem Falle verrechnen wir dir eine Buchungspauschale von CHF 100.-)
- Versicherungen
- Abendessen in La Paz (7x à ca. 20-25 USD pro Essen)
- Getränke
- Persönliche Medikamente
- Nicht ausgewiesene Eintritte
- Individuelle Trinkgelder
- Falls bei einer Doppelzimmerbuchung kein:e Zimmerpartner:in gefunden wird, übernimmt KP swiss expeditions die Hälfte des anfallenden Einzelzimmerzuschlags (siehe Zusatzkosten)
- Mehrkosten, die bei Änderungen des vorgesehenen Reiseablaufes entstehen
Preis
CHF 5’390.-
Anforderungen 
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Trittsicherheit erforderlich. Einfaches Gletscher-, Schnee- oder Blockgelände sowie grundlegende Seiltechnik vorausgesetzt. |
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Lange Tagesleistungen und wiederholte Belastungsspitzen während mehreren aufeinander folgenden Tagen, oft in grosser Höhe. Ausgezeichnete Ausdauer ist Voraussetzung. |
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Abgelegene Regionen mit schwieriger Logistik und eingeschränkten Rettungsmöglichkeiten. Objektive Gefahren und komplexe Entscheidungen prägen die Tour. |
Reiseprogramm
Vorgesehener Tourenablauf
1.–2. Tag | Flug nach La Paz 3640m
Linienflug nach La Paz. Hier, am höchstgelegenen internationalen Flughafen der Welt, werden wir von unserem lokalen Guide empfangen. Bereits während des rund 40-minütigen Transfers zum Hotel lohnt sich ein Stopp bei einem Aussichtspunkt, denn der Blick auf die Millionenstadt ist faszinierend. In einem zentral gelegenen Hotel beziehen wir unsere Unterkunft, welche zu unserem “Basislager“ mutiert, unternehmen wir doch ab hier sternförmig unsere Skitouren-Aktivitäten.
Hotel | Mahlzeiten: F/-/-
3. Tag | La Paz / Valle de las Animas
Nach der langen Anreise steht heute klar das Ankommen und Erholen zuoberst auf dem Programm. Wir unternehmen eine einfache, aber beeindruckende rund dreistündige Wanderung durch das nahegelegene Valle de las Animas. Um das Tal zu erreichen, verlassen wir die Stadt westwärts. Das geologisch interessante Valle de las Animas versetzt uns mit seinen mehr als 100m hohen, vertikal in den Himmel ragenden Wänden und Türmen ins Staunen. Das Valle sieht aus wie ein Stalagmitenfeld. Entstanden ist es durch das Abschmelzen der Gletscher am Ende des Tertiärstadiums. Mit der Wanderung beeinflussen wir unsere Akklimatisation positiv und geniessen dabei noch eine spektakuläre Sicht auf die lebendige Stadt. Noch vor dem Abendessen rüsten wir unser Gepäck für die kommenden Tage.
Gehzeit 2,5 Std | Aufstieg 250m | Abstieg 510m | Hotel | Mahlzeiten: F/-/-
4. Tag | La Paz – Copacabana – Isla del Sol 3987m
Es geht los! Wir verlassen das Becken von La Paz und durchqueren das von 1,8 Millionen Personen bewohnte El Alto. Anschliessend fahren wir über das karge Altiplano und gelangen an das malerische Ufer des Titicacasees. Mit einer Fähre überqueren wir die Strasse von Tiquina, welche den “kleinen“ Titicacasee mit dem “Grossen“ verbindet und erreichen so den Pilgerort Copacabana. Nach dem Lunch besteigen wir ein Boot und setzen damit nach Chinkana, einer Bootanlegestelle im Norden der Isla del Sol (Sonneninsel) über. Einer Sage zufolge ist es der Geburtsort des ersten Inkakönigs. Über eine aus der Inkazeit stammende Treppe steigen wir die 140m hinauf auf den Insel-Kamm. Hier befinden sich verschiedene archäologische Stätten wie der kleine Piedra Sagrada (Heiliger Stein) oder auch der Templo del Inca. Über den Camino Willka Thaki wandern wir anschliessend in rund 3,5 Stunden zum Inselhauptort Yumani. Dabei kommen wir an Terrassenfeldern und einsamen Gehöften vorbei und geniessen die überwältigende Aussicht auf den tiefblauen See und die dahinterliegenden, schneebedeckten Berge der Cordillera Real. In Yumani beziehen wir in einer gemütlichen Lodge unsere Zimmer und geniessen bei einem Apéro den wunderschönen Sonnenuntergang.
Gehzeit 3,5 Std | Aufstieg 290m | Abstieg 120m | Lodge | Mahlzeiten: F/L/A
5. Tag | Isla del Sol – Copacabana 3830m
Nach einer ruhigen Nacht und einem feinen Frühstück steigen wir über die 205 Stufen der Escalera del Inka hinab zum See. Am Beginn der Treppe befinden sich die zwei lebensgrossen Statuen von Manco Cåpa und Mama Occlo, dem ersten Inka-Königspaar. Hier besteigen wir wiederum ein Schiff, das uns zurück nach Copacabana bringt. Nach einem Kaffee in einem der vielen Restaurants rund um den Hafen, machen wir uns auf den Weg, den Cerro Calvario zu besteigen. Der Weg vom Ufer des Titicacasees hinauf auf den 3966m hohen Gipfel ist auch unter Pilgern beliebt, da er auf 14 Stationen den Leidensweg Jesu bis zur Kreuzigung zeigt. Oben angekommen geniessen wir eine faszinierende Aussicht auf die Stadt und auf den See. Nach dem Lunch nehmen wir uns den 3990m hohen Horca del Inca vor. Der Aufstieg auf den “Galgen des Inka“ ist zwar weniger bekannt als jener hinauf auf den Cerro Calvario, aber dennoch reizvoller. Der Name Horca del Inca bzw. Galgen des Inka, stammt von den Spaniern, die die zwei markanten Steinsäulen irrtümlicherweise als Galgen interpretierten. Neuste Forschungen haben ergeben, dass es sich dabei um eine Art rudimentäre Sternwarte handelt. Zurück im Pilgerort beziehen wir in einem kleinen, aber feinen Hotel unsere Zimmer für die kommende Nacht. Mit dem Ausflug an den Titicacasee beenden wir unsere Akklimatisation und freuen uns auf die bevorstehenden Skitouren.
Gehzeit 2,5 Std | Aufstieg 350m | Abstieg 350m | Hostel | Mahlzeiten: F/L/A
6. Tag | Copacabana – Condoriri-Basislager 4660m
Nach dem Frühstück verladen wir das gesamte Gepäck und fahren mit dem Kleinbus in die Königskordillere nach La Rinconada. Von hier steigen wir mit leichtem Rucksack in das Condoriri-Basislager auf. Maultiere tragen unser Hauptgepäck. Den Nachmittag verbringen wir mit Lagerleben. Wer möchte, kann auch einen Spaziergang in der näheren Umgebung unternehmen.
Gehzeit 1 Std | Aufstieg 210m | Zelt | Mahlzeiten: F/L/A
7. Tag | Skitour Pico Tarija 5350m – La Paz
Unsere erste Skitour. Nach einer ruhigen Zeltnacht stärken wir uns mit einem von unserer Kochmannschaft zubereiteten Frühstück und gehen noch im Dunkeln zum Beginn des Gletschers. Hier kleben wir unsere Felle auf die Ski und steigen gemächlich über den idealgeneigten Gletscher hoch zu unserem Gipfel, dem Pico Tarija. Unsere Mühe wird durch eine fantastische Rundsicht und (hoffentlich) einer ersten schönen Firnabfahrt belohnt. Zurück im Lager packen wir unsere Sachen und fahren nach La Paz zurück. Nach diesem ersten Ausflug in die Höhe ist morgen nochmals Erholung angesagt.
Gehzeit 4 Std | Aufstieg 690m | Abstieg 900m | Hotel | Mahlzeiten: F/-/-
8. Tag | La Paz (Ruhetag)
Nach einer erholsamen Nacht und einem feinen Frühstück erkunden wir heute bei einem Stadtrundgang diese Stadt. Dabei erhaschen wir einen Einblick in die bolivianische Metropole, wo Traditionelles und Modernes zu einer besonderen Synthese verschmelzen. Beim Rundgang legen wir den Schwerpunkt auf die beliebten Viertel rund um die Plaza San Francisco. Wir schlendern durch die populären Strassenmärkte des oberen Teils der Stadt. Es wird bunt, chaotisch, eng, überraschend und exotisch! Es ist ein sehr spannendes und abwechslungsreiches Treiben. Ein weiteres Highlight ist eine Fahrt mit der weltweit längsten Seilbahn, die in La Paz die Funktion einer Strassenbahn hat. Dabei geniessen wir eine spektakuläre Sicht auf diese lebendige Stadt.
Hotel | Mahlzeiten: F/-/-
9.-10. Tag | Skitour Nevado Mururata 5864m
Unser zweiter 5000er steht auf dem Programm. Über den Cuesta de las Ánimas fahren wir nach Ventilla und weiter nach Choquequta. Kurz danach endet die Allradpiste und wir steigen weiter über Blockgelände bis zum Beginn der Gletscherzunge, wo wir unser Lager aufbauen. Nach einer kurzen Nacht gehen wir zu Fuss hinüber zum Gletscher und steigen, nun mit den Ski an den Füssen, über die breite, gleichmässig ansteigende Rampe hinauf zum Gipfel. Der Ausblick auf die vergletscherten Gipfel der Cordillera Real und auf den Illimani, Boliviens zweithöchsten Berg, ist beeindruckend. Der wahre Lohn ist aber die lange und rassige Abfahrt hinunter zu unserem Hochlager. Wir steigen gleich weiter ab, kehren in unser “Basislager“ in La Paz zurück und garantieren so die bestmögliche Erholung in Bezug auf die drei noch bevorstehenden Skitouren.
Gehzeit 8 Std | Aufstieg 1170m | Abstieg 1170m | Zelt | Mahlzeiten: F/L/A und Hotel | Mahlzeiten: F/-/-
11. Tag | La Paz – Sajama Village 4250m
Heute machen wir uns auf, einige Gipfel der Cordillera Occidental zu besteigen. Hierfür brechen wir zu einer landschaftlich sehr schönen Fahrt über die Weiten des Altiplanos zum Dörfchen Sajama auf. Kurz nachdem wir El Alto, die Schwesterstadt von La Paz, welche vollumfänglich auf dem Altiplano liegt, hinter uns gelassen haben, realisieren wir erst die pure Grösse der Hochebene. Im Verlaufe des Nachmittags erreichen wir das idyllische Dörfchen Sajama Village. Mit seinen vielen “Postkarten-Sujets“, liegt es zentral im gleichnamigen Nationalpark. Das Dorf ist von unseren beiden nächsten Zielen, den 6000ern Acotango und Parinacota sowie Boliviens höchstem Berg, dem 6542m hohen Sajama, umgeben. Da sich sowohl der Acotango als auch der Parinacota im Nationalpark befinden, registrieren wir uns bei den lokalen Parkbehörden. Nach diesem Prozedere beziehen wir für die kommenden drei Nächte unsere einfache, aber für die Region typische Unterkunft. Die verbleibende Zeit bis zum Abendessen verbringen wir mit Packen und dem Überprüfen unserer Ausrüstung, steht doch morgen unser erster 6000er auf dem Programm.
Hütte | Mahlzeiten: F/L/A
12. Tag | Skitour Acotango 6050m
Unser erster 6000er. Um an den Ausgangspunkt der Acotango-Besteigung zu gelangen, starten wir bereits in den frühen Morgenstunden. Wir fahren mit 4x4 Fahrzeugen nach Chachacomani. Kurz bevor wir das einsam gelegene Dorf erreichen, biegen wir rechts ab, um, immer noch in dunkler Nacht, in das breite Tal zwischen Acotango und Umurata zu gelangen. Über eine ruppige Bergbau-Strasse geht’s steil aufwärts bis zur Schneegrenze. Sobald diese erreicht ist, ziehen wir unsere Felle auf, um mit den Ski über einen ersten Hang auf den Kraterrand zu gelangen und diesem weiter zu folgen. Der Weiteraufstieg zum Gipfel erfolgt hufeisenförmig und wird immer wieder von steileren Abschnitten unterbrochen. Je nach Verhältnissen ziehen wir für die letzten 100m die Steigeisen an. Auf dem Gipfel geniessen wir die Aussicht. Vorallem der Blick zu den Zwillingen Parinacota und Pomerape sucht seinesgleichen. Aber auch jener hinüber zum aktiven Vulkan Guallatire. Er übertrifft ebenfalls die 6000er-Marke und wird fast immer von einer kräftigen Rauchfahne gekrönt. Weit unter uns glänzt in strahlendem Blau die bereits zu Chile gehörende Laguna Chungara. Nach der verdienten Pause machen wir uns bereit für die Abfahrt. Lassen es die Verhältnisse zu, fahren wir über grosszügige, recht steile Hänge ab in die Caldera. Diese verlassen wir über einen erodierten Ausgang und gelangen so zurück zu unseren Fahrzeugen. Angekommen in der Unterkunft geniessen wir eine stärkende Mahlzeit und ruhen uns anschliessend aus, denn bereits morgen steht ein nächster 6000er auf dem Programm.
Gehzeit 5 Std | Aufstieg 950m | Abstieg 950m | Hütte | Mahlzeiten: F/L/A
13. Tag | Skitour Parinacota 6330m
Wir starten sehr früh. Mit unserem Geländewagen fahren wir los, um möglichst nahe an die Schneegrenze zu gelangen. Diese ist in aller Regel beim Paso Payachata, dem auf 5100m gelegenen Sattel zwischen Parinacota und seinem Zwillingsgipfel Pomerate. Hier kleben wir unsere Felle auf die Ski und steigen gemächlich über die gleichmässig ansteigende Flanke hinauf zum Kraterrand. Hier geniessen wir den weiten Ausblick auf die Atacama-Wüste, die umliegenden Vulkane der Westlichen Kordillere sowie den blauen Lago Chungara. Die anschliessend folgende Abfahrt über die konstant steilen Flanken des Parinacota bis hinunter zum Paso Payachata ist schlicht grandios! Nach dieser Skitour der Extraklasse kehren wir wieder zurück zu unserer Unterkunft im Dörfchen Sajama. Nach einer kleinen Stärkung machen wir uns auf, um in den nahegelegenen warmen Quellen ein Bad zu geniessen. Hier befinden wir uns inmitten der spektakulären Landschaft von Boliviens ältestem Nationalpark.
Gehzeit 7 Std | Aufstieg 1230m | Abstieg 1230m | Hütte | Mahlzeiten: F/L/A
14. Tag | Sajama Village–La Paz
Wir erholen uns von den Strapazen der zwei vorherigen Tage mit den Skitouren der Extraklasse. Bevor wir die Fahrt zurück nach La Paz starten, besuchen wir ein nahegelegenes Geysirfeld. Hier saugen wir nochmals die farbenfrohe Landschaft mit ihren Queñua-Krüppelbäumen, den grasenden Alpacas und den schneegekrönten Gipfeln im Hintergrund in uns auf. Zurück in La Paz rüsten wir uns noch vor dem Abendessen für die finale Skitour.
Hotel | Mahlzeiten: F/-/-
15.-16. Tag | Skitour Huayna Potosi 6088m
Nach der erholsamen Nacht und einem üppigen Frühstück fahren wir hinauf auf den Zongo-Pass. Hier erwarten uns bereits die Träger. Während sie unser Material und das Essen transportieren, tragen wir unsere Ski die gut 500m hinauf zum auf ca. 5000m gelegenen Refugio Huyuani. Nach einem kurzen Schlaf brechen wir noch mitten in der Nacht im Lichte der Stirnlampe auf. Um das Plateau unterhalb des Gipfels zu erreichen, müssen mindestens zwei steilere Abschnitte überwunden werden. Teilweise müssen hier die Ski kurz getragen werden. Das Plateau erreichen wir idealerweise zum Zeitpunkt des Sonnenaufganges. Es ist ein ganz besonderes Spektakel, zuzuschauen, wie die Sonne aus dem Amazonasbecken hochsteigt. Die letzten rund 150 Höhenmeter hinauf zum Gipfel bewältigen wir mit Steigeisen an den Füssen. Nach etwa sechs Stunden erreichen wir unseren dritten 6000er-Gipfel und geniessen eine enorm faszinierende Rundsicht, die von La Paz bis zum Titicacasee reicht. Zurück beim Skidepot erwartet uns eine letzte tolle Abfahrt. Angekommen in der Hütte geniessen wir einen feinen Lunch. Wir packen unsere Sachen und treten gestärkt den Abstieg zurück zum Zongo-Pass an und erfreuen uns zwei Stunden später an der Dusche.
Gehzeit 8 Std | Aufstieg 890m | Abstieg 1350m | Hütte | Mahlzeiten: F/L/A und Hotel | Mahlzeiten: F/-/-
17. Tag | La Paz (Reservetag)
In einem Land wie Bolivien ist ein Puffertag immer ratsam. Nach drei 6000ern in fünf Tagen und dem damit verbundenen frühen Aufstehen, werden es die meisten geniessen, das heutige Frühstück etwas gemächlicher einzunehmen. Anschliessend besteht die Möglichkeit, auf eigene Faust die vielen kleinen und schmucken Läden in der Calle Sagaranaga zu erkunden. Auch ein Besuch im interessanten Museo de Coca, das die Geschichte der Cocablätter von ihren Anfängen als Bestandteil der Medizin und kultischer Riten bis hin zum Herstellungsprozess von Kokain erzählt, ist empfehlenswert. Am Abend treffen wir ein letztes Mal unseren lokalen Guide, um gemeinsam bei einem feinen Abendessen die Reise Revue passieren zu lassen.
Hotel | Mahlzeiten: F/-/A
18. Tag | Rückreise
Mit dem Transfer zum Flughafen in El Alto beginnt die Rückreise nach Europa. Während das Flugzeug an Höhe gewinnt, können wir noch ein letztes Mal einen Blick auf einige unserer bestiegenen Gipfel werfen.
19. Tag | Ankunft in der Heimat
Programmänderungen unter Vorbehalt.
Mahlzeiten:
F: Frühstück
L: Mittagessen | Boxlunch
A: Abendessen
Wichtige Informationen
Flugbuchung
Die Langstreckenflüge sind nicht im Pauschalpreis enthalten. Wir vermitteln gerne ein passendes Flugangebot. So können wir die Reise und die Flughafentransfers optimal koordinieren und bei Terminänderungen unterstützen. Für die Flugbuchung verlangen wir eine Bearbeitungsgebühr von CHF 100.-. Wer die Flüge lieber selbst bucht, muss die Reisedaten vorgängig mit uns abstimmen.
Je nach Wetter und Verlauf der Expedition kann sich die Rückreise verschieben. Eine frühere Rückkehr ist ebenso möglich wie eine Verlängerung der Expedition, sofern die Bedingungen eine Besteigung zu einem späteren Zeitpunkt ermöglichen. Deshalb empfehlen wir ein umbuchbares Flugticket. Allfällige Umbuchungskosten tragen die Teilnehmenden.
Erforderliche Reisedokumente
Für Bolivien wird kein Visum benötigt. Der Reisepass muss jedoch noch mindestens 6 Monate über den Rückreisetermin hinaus gültig sein.
Unterkunft
In La Paz übernachten wir in einem guten, zentral gelegenen Hotel. Das Hotel Naira ist ideal gelegen, um die Stadt zu erkunden. Da wir mehrmals in dieses Hotel zurückkehren, bekommt es quasi den Charakter eines „Basislagers“. Auf der Isla del Sol und in Copacabana logieren wir in einem charmanten Hostal hoch über dem See. Die drei Nächte in Sajama verbringen wir in einer Khala Utas, so nennt man die typischen Unterkünfte in der Gegend um den Sajama. Am Huayna Potosi übernachten wir in einer einfachen Berghütte. Die weiteren Nächte verbringen wir in 2er-Zelten. Der Auswahl der Unterkünfte haben wir besonderes Augenmerk geschenkt.
Impfungen
Ein ausreichender Impfschutz liegt in der Verantwortung der Teilnehmenden. Es empfiehlt sich, den persönlichen Impfschutz frühzeitig zu überprüfen und bei Bedarf ärztlichen oder tropenmedizinischen Rat einzuholen. Weitere Informationen bietet HealthyTravel.
Äussere Einflüsse
Sollten wir auf Grund von äusseren Einflüssen wie z.B. Unwetter, schlechten Weg- oder Strassenbedingungen, Flugverzögerungen, Anordnung der Behörden oder Streiks gezwungen sein, den Reiseverlauf anzupassen, behalten wir uns dieses Recht vor.
Versicherungen
Für einen genügenden Versicherungsschutz sind alle Teilnehmenden selber verantwortlich. Wir empfehlen dringend eine Annullationskosten-, Auslandskranken- und Unfallversicherung. Es gilt darauf zu achten, dass auch allfällige Bergungs- und Rettungskosten eingeschlossen sind. Viele Versicherungen schliessen Reisen und Aktivitäten in grossen Höhen aus oder begrenzen ihre Leistungen. Eine frühzeitige Abklärung, ob die Versicherung für die geplante Reise die volle Deckung übernimmt, ist wichtig.
Ebenso wichtig ist die Übernahme von epidemischen oder pandemischen Krankheiten sowie bei politischen Situationen vor Ort. Auf dieser Seite haben wir ausführliche Informationen rund um das Thema Versicherungen zusammengestellt.
Allgemein
Generell gehört Bolivien zu den besonders extremen Ländern der Welt. Dies macht auf der einen Seite gerade seinen Reiz aus, auf der anderen Seite erfordert es eine gründliche Reisevorbereitung. Dies gilt besonders, wenn Ski-Expeditionen geplant sind. Daher sind eine angemessene Akklimatisation und eine ausreichende Erholung zwischen den Touren notwendig. Zwischen den einzelnen Besteigungen kehren wir jeweils nach La Paz zurück. Dies spiegelt sich im Preis wider (Hotel und Transport), aber die Mehrkosten rechtfertigen sich absolut. Aus Erfahrung wissen wir, dass wir dadurch eine bessere Erholung geniessen und damit höhere Gipfelchancen erzielen können. Auf dieser Reise zeigt sich uns ein sehr vielfältiges Bild von Bolivien und wir kommen immer wieder in Kontakt mit der Bevölkerung.
Lokale Agentur
Wir arbeiten mit dem lokalen Team einer renommierten Agentur zusammen. Während der Besteigungen begleitet uns immer ein:e lokale:r UIAGM Bergführer:in. Somit stehen der Gruppe zwei Bergführer:innen zur Verfügung und das ermöglicht einen bestmöglichen Service am Berg. Träger am Huayna Potosi sowie Tragtiere am Pico Tarija und Nevado Mururata unterstützen uns, so dass wir das allgemeine Material (Essen, Zelte, Sicherheitsequipment) nicht selbst tragen müssen. An den eigentlichen Besteigungstagen tragen wir aber unsere Ausrüstung selbst.
Klima
Die beste Zeit für Skitouren in Bolivien bietet der Monat April. In diesem Monat ist das Wetter bereits relativ stabil und wir sollten auch Firnabfahrten geniessen können. Allerdings liegen die Temperaturen je nach Höhenlage entsprechend tief. Temperaturunterschiede von 40°C während eines Tages sind durchaus möglich.
Landkarten und Literaturempfehlung
Das sehr informative Buch „Traumberge Amerikas“ liefert viele gute Detailinformationen zu unseren Zielen. Es ist in der Buchhandlung Piz Buch & Berg erhältlich.
Annullationsbedingungen
Es gelten die offiziellen Annullationsbedinungen gemäss AGB's.
Keine Gipfelgarantie
Wir planen all unsere Reisen mit grosser Sorgfalt und bestmöglichen Akklimatisationen um sicher ans Ziel zu kommen. Wir geben jedoch keine Gipfelgarantie - die Sicherheit und Gesundheit aller Teilnehmer steht immer an oberster Stelle.
Durchführung
Der aktuelle Status ist auf der Webseite ersichtlich. Wir informieren dich frühzeitig über die definitive Durchführung. Bitte wende dich für Fragen direkt an unser Büro in Root-Luzern, +41313812333 oder [email protected]
Haftungsauschluss
Mit der Buchung akzeptieren die Teilnehmenden das dem Bergsport innewohnende Restrisiko, das auch bei sorgfältiger Führungsarbeit bestehen bleibt. Voraussetzung für die Teilnahme sind die erforderliche körperliche und psychische Verfassung sowie eine den Anforderungen entsprechende Ausrüstung. Den Weisungen der Reiseleitung ist Folge zu leisten. Die Teilnehmenden tragen im Rahmen ihrer Kenntnisse und Fähigkeiten Eigenverantwortung.
KP swiss expeditions haftet im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen. Eine Haftung für Schäden aufgrund höherer Gewalt, unvorhersehbarer Naturereignisse, Eigenverschuldens, des Fehlverhaltens Dritter oder der Missachtung von Weisungen ist ausgeschlossen.
Hast du Fragen? Ich berate dich gerne.
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Montag - Freitag, 09:00 – 12:00 Uhr und 13:30 – 17:00 Uhr
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